Legenden und aufstrebende Stars bereiten sich auf das Winmau World Masters vor
Das Jahr 2026 verspricht für Darts-Fans weltweit ein weiteres aufregendes Kapitel, wenn das Winmau World Masters vom 29. Januar bis 1. Februar im Marshall Arena in Milton Keynes an den Start geht. Inmitten der Spannung und der hohen Einsätze steht ein Turnier, das tief in der Geschichte des Darts verwurzelt ist und bis ins Jahr 1974 zurückreicht. Der Wettbewerb hat sich zu einem wahren Klassiker entwickelt, dessen Legenden wie John Lowe, Eric Bristow und Phil Taylor eine entscheidende Rolle gespielt haben. Doch auch junge Talente wie Luke Littler und der Titelverteidiger Luke Humphries werden die Bühne betreten und alles daran setzen, ihre Namen in die Geschichte des Darts zu schreiben.
Das Revival eines Klassikers
Das Winmau World Masters, das erstmals 1974 im West Central Hotel in Fulham ausgetragen wurde, hat sich über die Jahre als eines der prestigeträchtigsten Turniere etabliert. Ursprünglich von der British Darts Organisation (BDO) organisiert, erlebte der Wettbewerb im Laufe der Jahre viele Höhen und Tiefen. Die 1990er Jahre brachten eine schwierige Phase für den Sport, als sich rivalisierende Organisationen bildeten. Dennoch behielt das Turnier seinen legendären Status, auch als die BDO 2020 zusammenbrach und die World Darts Federation (WDF) die Verantwortung übernahm.
2013 kam es zur Gründung der PDC Masters, wobei Phil Taylor seinen Platz an der Spitze erneut behauptete. Die Darts-Welt sah einen weiteren Umbruch, als die BDO ihren Betrieb einstellte und die PDC das World Masters 2025 transformierte. Seitdem ist es ein offiziell ranglistengeführtes Turnier, das nun auch internationale Qualifikanten anzieht und seine Formatstruktur anpasst.
Die diesjährige Ausgabe verspricht ein echtes Spektakel, mit dem Aufeinandertreffen von altbekannten Größen und neuen Gesichtern. Das Teilnehmerfeld umfasst unter anderem Michael van Gerwen, der das Turnier 2015 und vier Mal hintereinander gewann, sowie Gerwyn Price, Jonny Clayton, und natürlich die beiden Lukes: Littler und Humphries. Littler, der bereits zweimal Weltmeister wurde und mit einem beeindruckenden Sieg beim Saudi Arabian Darts Masters in den Wettkampf geht, ist auf der Jagd nach seinem ersten World Masters-Titel. „Es ist ein Pokal mit so viel Geschichte“, sagte Littler. „Es würde mir und meiner Familie sehr viel bedeuten, ihn zu gewinnen.“
Doch die Konkurrenz schläft nicht. Luke Humphries, der Titelverteidiger, hat große Ambitionen, nach seiner enttäuschenden Niederlage bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr zurückzuschlagen. Auch Gian van Veen, der 2025 sensationell das Weltmeisterschaftsfinale erreichte, wird in seinem ersten World Masters-Auftritt nicht zu unterschätzen sein.
Die Struktur des Turniers bietet Spannung pur. In der ersten Runde spielen die Teilnehmer best of five Sätzen, wobei jeder Satz aus drei Legs besteht. Ab den Viertelfinals steigt die Intensität: Die Best-of-Seven-Formate in den Viertelfinals, Best-of-Nine-Sätze im Halbfinale und schließlich das große Finale im Best-of-Eleven-Format versprechen Nervenkitzel bis zum letzten Dart. Die Vorrunden beginnen am 28. Januar, die Hauptrunde startet am 29. Januar und endet am 1. Februar.
Das Turnier bietet eine Reihe von spannenden Eröffnungs-Matches. Unter anderem wird Michael van Gerwen auf Damon Heta treffen, während Luke Littler gegen Mike De Decker antritt. Auch das Aufeinandertreffen von Ryan Searle und Rob Cross sowie der Kampf um den Titel zwischen Humphries und Dave Chisnall versprechen spannende Duelle.
Das Winmau World Masters ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern ein Wahrzeichen im Dartsport, das Tradition und Innovation vereint. In Milton Keynes wird erneut ein Kapitel in der Geschichte des Darts geschrieben, und die Fans können sich auf vier Tage voller packender Matches und unvorhersehbarer Wendungen freuen.