Justin Rose bleibt auf dem Golfplatz, bevor er über die Ryder-Cup-Kapitänschaft nachdenkt
Justin Rose hat klargestellt, dass er weiterhin als Spieler für Europa im Ryder Cup glänzen möchte, bevor er in Erwägung zieht, die Kapitänsrolle zu übernehmen.
Der 45-jährige Engländer trug in New York maßgeblich dazu bei, dass Europa im Ryder Cup triumphierte. In seiner siebten Teilnahme spielte er eine entscheidende Rolle und half seinem Freund Luke Donald, seinen Titel als Kapitän zu verteidigen.
Rose setzt auf Spiel und nicht auf Führung
Die nächste große Entscheidung für das europäische Team steht an: Wird Donald 2027 in Adare Manor als Kapitän weitermachen oder nach seinem bisherigen Erfolg zurücktreten? Sollte der 46-Jährige sich zurückziehen, wäre Rose ein möglicher Nachfolger für das Duell gegen die USA in Irland.
Doch Rose, der noch immer auf höchstem Niveau spielt – mit einem Sieg beim FedEx St. Jude Invitational, einem zweiten Platz bei den Masters und wichtigen Punkten in Long Island – ist entschlossen, sich weiterhin auf seine Karriere als Spieler zu konzentrieren. Die Kapitänsrolle, so Rose, komme noch nicht in Frage.
„Solange ich noch gut genug spiele, ist das Ziel nicht einfach, ins Team zu kommen, sondern zu spielen, Punkte zu gewinnen und zum Erfolg beizutragen“, sagte Rose. „Die Kapitänsrolle wird nicht in zwei Jahren relevant, sie beginnt in zwei Monaten. Ich habe mich noch nicht mit der Bedeutung der Kapitänschaft auseinandergesetzt und weiß nicht, wie der Prozess abläuft.“
Rose betonte, dass die Kapitänsaufgabe eine Entscheidung wäre, die sein Spielplan beeinträchtigen könnte. Er fügte hinzu, dass er sich noch nicht mit dieser Herausforderung auseinandergesetzt habe und dass viel Überlegung notwendig sei, um den Schritt zu gehen. „Das spielt aber jetzt noch keine Rolle“, so Rose weiter.
Er erklärte, dass viele Kapitäne und Vize-Kapitäne ihm geraten hätten, solange wie möglich zu spielen, da dies die wertvollsten Momente seien. „Man kann das Spielen nicht übertreffen. Ich bin immer noch hungrig und genieße das Spiel“, so der erfahrene Golfer.
Ob Donald seine Rolle als Kapitän fortsetzt, bleibt abzuwarten. Rose respektiert, dass Donald die Entscheidung selbst treffen muss, und ist derzeit noch voll auf die Herausforderung als Spieler fokussiert.
Erfolgreiches Wochenende und feierliche Erinnerungen
Die Ryder-Cup-Woche in New York war für Rose ein unglaubliches Erlebnis. Die Siege in jeder Teamrunde und die anhaltende Dominanz über das Wochenende beeindruckten ihn. „Es war ein massives Ereignis. Das Gefühl, die ersten zwei Matches an der 18. Loch zu gewinnen, und wie der Punktestand in letzter Sekunde kippen konnte, war einfach außergewöhnlich“, sagte er.
Nach dem Sieg feierte das Team zurückhaltend, aber mit viel Stolz. Rose erinnerte sich an die besonderen Momente und genoss es, mit seinen Teamkollegen zusammen zu sein. Es gab großartige Weine aus den Jahren 1987, 1995, 2004 und 2012, die die Geschichte der europäischen Auswärtssiege erzählten. „Es war eine ganz besondere Feier, in der jeder einfach nur die gemeinsamen Erinnerungen genießen wollte“, fügte Rose hinzu.