JEFF gaerner: Gareth Southgate muss Englands meuternde Crew schnell in die Reihe bringen. 

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In der Umgangssprache von Covid-19 gab England mit dem Ergebnis seines belgischen Tests ein falsches Positiv zurück.

Der Sieg über das Fußballland Nr. 1 der Welt verschleierte das Virus, das unsere Nationalmannschaft verschlang.

Die 1: 2-Niederlage gegen Belgien nach einem 0: 3-Sieg gegen Wales verstärkte das falsche Gefühl der Selbstzufriedenheit, das kaum Zeit hatte, sich durchzusetzen, bevor England nach Wembley zurückkehrte, nur um von einem gleichgültigen Dänemark geschlagen zu werden.

Ein vorheriges torloses Unentschieden in Kopenhagen und ein 1: 0-Sieg in Island wurden bequemerweise vergessen.

Wie war die unbequeme Wahrheit, dass England von Belgien übertroffen wurde und das Glück hatte, zu gewinnen.

Was diesen Virus betrifft, der in diesem Fall als Disziplinlosigkeit diagnostiziert wurde, kam ein zweiter Anstieg mit Harry Maguires Absendung, der das Team von Gareth Southgate auf zehn Mann reduzierte und schnell von Dänemarks Siegerstrafe gefolgt wurde.

Egal, dass dies Englands einzige Niederlage seit einem Jahr war. Die Fäulnis setzt in diesem Herbst ein, da diese Mischung aus europäischen Wettbewerben immer ernster wird.

Der Mangel an Professionalität ist ebenso außer Kontrolle wie das Coronavirus im nördlichen Kraftwerk.

Zwei von Englands vermeintlicher nächster Generation von Stars wurden aus Island zum Packen geschickt, nachdem sie beim Schmuggel einiger lokaler Groupies in das Teamhotel erwischt wurden.

Drei weitere wurden vor dem Spiel in Wales aus dem Kader geworfen, weil sie zu einer sozial undistanzlosen Partei gegangen waren.

Soviel zum Engagement für das Spiel oder zum Gehorsam gegenüber den Pandemiebeschränkungen.

Sie waren jung, dumm und sollten sich glücklich schätzen, wenn sie jemals wieder das Weiß eines englischen Hemdes sehen. Aber es ist Maguire, der als Inbegriff des Problems entlarvt wird.

Die alkoholbedingte Auseinandersetzung, in die er während seines Urlaubs auf einer griechischen Insel mit der Polizei verwickelt wurde, ging über die unsozialen Indiskretionen der Kinder hinaus.

Soviel zum Kapitän von Manchester United und der angeblichen Säule der englischen Verteidigung, von der erwartet wird, dass sie ein Beispiel gibt.

Natürlich hat Maguire Anspruch auf eine qualifizierte Unschuldsvermutung, während er gegen einen Hattrick der Verurteilungen in Griechenland Berufung einlegt. Dies erstreckt sich jedoch nicht unbedingt darauf, dass er für sein Land oder seinen Verein ausgewählt wird, bis dieses endgültige Urteil gefällt ist.

Hier hat Southgate und auch Ole Gunnar Solskjaer leider einen Fehler gemacht. Sie hätten Maguire einfach auf der völlig vernünftigen Grundlage auslassen können, dass sein Geist sich nicht vollständig auf das Spiel konzentrieren kann, während sich die Räder der Gerechtigkeit noch langsamer drehen als auf einem Fußballplatz.

Ihn auszuwählen hat die falsche Nachricht gesendet und wie schwer seine Manager für ihre fehlgeleitete Toleranz bestraft wurden: Maguire wurde in Wembley abgesetzt; Manchester United 1, Tottenham 6.

Je länger es dauert, desto mehr wird Maguire als anfällig für extremes Tempo in der Kurve entlarvt. Wie Virgil Van Dijk übrigens: Aston Villa 7, Liverpool 2.

Die beiden teuersten Verteidiger der Welt, nicht nur die Premier League, sehen jetzt lächerlich überteuert, überbezahlt und überbewertet aus.

Maguire am peinlichsten. Er zappelte am Mittwochabend durch Wembley wie ein Schiff ohne Ruder, und die zweite gelbe Karte musste fast eine persönliche Erleichterung gewesen sein.

Was seinen englischen Chef dazu brachte, sich erneut mit dem Thema Disziplin oder vielmehr dem Mangel an Disziplin auf und neben dem Platz auseinanderzusetzen.

Zum Teil ist dies von Southgate selbst gemacht. Es war seine Entscheidung, Maguires Version der Ereignisse in Griechenland zu vertrauen und ihm weiterhin die Ehre zu geben, für England zu spielen. Überhitzte Formel-1-Rennwagen schlagen nicht so ohrenbetäubend nach hinten los.

Es gab eine Tendenz, mit Southgate zu sympathisieren, trotz Englands anhaltendem Weltcup- und Euro-Misserfolg, und ihn vor Kritik für das Fehlverhalten zu vieler seiner Spieler zu schützen.

Bis zu einem gewissen Grad ist das verständlich. Unser Weste Mann ist höflich, nachdenklich, geduldig, plausibel, intelligent, angenehm, sehr sympathisch.

Aber wenn es darum geht, Fußballmannschaften zu leiten, ist es allzu leicht, zu nett zu sein.

Southgate hat junge Spieler mit dem Potenzial, England weit zu bringen. Aber nur, wenn ihnen klar ist, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie die Seite runterlassen.

Maguire muss gehen. Jordan Pickford auch, wenn England jemals wieder einen Nachfolger für die Linie der großen Torhüter dieses Landes finden soll. Und sie sind nicht allein.

Verwöhnte Jungen mit aufgeblasenem Ego sind ebenfalls ein Problem. Reece James ruinierte ein beeindruckendes Debüt in England, indem er sich Maguire im Wembley-Club der roten Karte anschloss, indem er nach dem Schlusspfiff am Mittwochabend gegen den Schiedsrichter schimpfte. Vermutlich konnte er keine Niederlage hinnehmen.

Wenn Southgate seine meuternde Crew nicht schnell in die Reihe bringt, sollte er sich besser an dieses sinkende Gefühl gewöhnen. Belgien, weg, ist als nächstes dran.

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