Humphries will Rivalität mit Littler neu ausrichten: „Kann mich nicht immer schlagen lassen“
Luke Humphries, der amtierende Premier-League-Champion, sieht seine wiederholten Finalniederlagen gegen den jungen Rivalen Luke Littler als Gefahr für eine der aufstrebenden großen Sportrivalitäten. Der Weltranglistenzweite kündigte an, die Dynamik umkehren zu müssen, um die Duell-Serie auf Augenhöhe zu halten.
Die Angst vor der Einseitigkeit
Humphries gesteht, dass Littler ihn seit ihrem Aufeinandertreffen im Finale der Premier League 2023 im Londoner O2 regelmäßig besiegt hat. Der 17-jährige Littler, nun Weltranglistenerster, setzte sich in prestigeträchtigen Major-Finals wie dem Grand Slam of Darts, dem World Grand Prix und zuletzt am vergangenen Wochenende bei The Masters durch.
„Ich kann nicht zulassen, dass er mich ständig in jedem Finale schlägt, denn dann wird es einfach einseitig“, zitiert Humphries die grundlegende Sorge. „Es ist keine Rivalität, wenn jemand die ganze Zeit gewinnt.“ Dennoch betont er, dass beide aktuell die mit Abstand besten Spieler der Welt seien und sich gegenseitig antrieben.
Ein detailreicher Blick auf die Statistik unterstreicht die Häufigkeit ihrer Duelle: Die beiden Lukes haben sich in nur zwei Jahren bereits 27 Mal gegenüber gestanden. Humphries führt dies auf ihre konstante Überlegenheit zurück, die sie regelmäßig in den späten Turnierphasen aufeinandertreffen lässt.
Das Ziel: Der exklusive Titel-Verteidiger-Club
Neben der Revanche gegen Littler hat Humphries ein weiteres klares Saisonziel: Er will nach Phil Taylor und Michael van Gerwen nur der dritte Spieler in der Geschichte werden, der die Premier League erfolgreich verteidigen kann. „Ich würde liebend gerne diesem Club beitreten“, so sein klares Statement.
Allerdings glaubt er nicht, dass die laufende Saison ein reines Zwei-Mann-Spektakel zwischen ihm und Littler wird. „Ich denke nicht, dass man nur mich oder Luke jede Nacht gewinnen sieht. Ich glaube, die Siege werden dieses Jahr etwas mehr verteilt sein“, sagte Humphries und verwies auf den großen Zielpunkt, den beide auf dem Rücken tragen.
Interessant ist auch eine kleine semantische Korrektur des Spielers. Nachdem er Littler bei einer Veranstaltung in Milton Keynes öffentlich als „größten Spieler aller Zeiten“ bezeichnet hatte, präzisierte er diese Aussage nun. Vielleicht sei das falsche Wort gewählt gewesen, da Phil Taylor mit seinen Leistungen diese Bezeichnung verdiene. Stattdessen stehe er zu der Aussage, dass Littler „der talentierteste Dartspieler aller Zeiten“ sei.
Diese Anerkennung ist für Humphries jedoch kein Zeichen der Kapitulation. „Das heißt nicht, dass ich jede Niederlage einfach hinnehmen werde. Ich bin immer noch bereit, ihn herauszufordern“, betonte er. Für eine wirklich historische Rivalität, so die implizite Bedingung, muss er in Zukunft aber selbst wieder öfter die Oberhand in den entscheidenden Momenten behalten.