Hill führt knapp vor Schott – Reed und Garcia greifen in Bahrain an
Ein packender Dreikampf zeichnet sich beim Bapco Energies Bahrain Championship ab. Der Schotte Calum Hill geht zwar mit einem Zwei-Schläge-Vorsprung in die letzte Runde, doch die Konkurrenz um ihn herum hat sich am Samstag verdichtet. Der deutsche Herausforderer Freddy Schott bleibt auf der Spur, während prominente Namen wie Patrick Reed und Sergio Garcia gefährlich nahe gerückt sind.
Freddy Schott war es, der am sogenannten „Moving Day“ im Royal Golf Club von Al Mazrowiah zunächst für die größte Bewegung sorgte. Der 24-Jährige nutzte einen wackeligen Start des Drittrunden-Führenden Hill und übernahm mit vier Birdies auf den ersten neun Löchern zeitweise die Spitze. Die Rückrunde gestaltete sich für den Deutschen jedoch mit drei Schlägen über Par wechselhafter, sodass er mit einer Runde von 70 Schlägen auf 14 unter Par für das Turnier zurückfiel.
Erfahrene Jäger in Schlagweite
Während sich das Duell an der Spitze anbahnte, schoben sich im Mittelfeld zwei große Golf-Namen nach vorne. Patrick Reed, frisch von seinem Sieg bei der Hero Dubai Desert Classic, lieferte mit einer 66 Schläge starke Vorstellung ab und verkürzte auf vier Schläge Rückstand. Der Amerikaner, der kürzlich die LIV Golf Serie verließ, um sich über die DP World Tour für die PGA Tour zu qualifizieren, sieht sich klar in der Verfolgerrolle. „Sieht so aus, als würde ich morgen der Jäger sein“, sagte Reed.
Gleichauf mit Reed liegt der Spanier Sergio Garcia (68 Schläge), der mit einer Serie von drei Birdies in Folge beeindruckte. „Der Platz ist anspruchsvoll, besonders mit dem Wind und den tückischen Wasserhindernissen“, so Garcia. „Man muss geduldig bleiben.“ Auch sein Landsmann Grant Forrest (67) teilt sich den dritten Platz bei 12 unter Par.
Calum Hill bewies unterdessen Nervenstärke. Nach seinem frühen Rückschlag und dem Verlust seiner anfänglichen Vier-Schläge-Führung holte er sich mit Birdies an den Löchern 14 und 15 wieder auf ein Par für den Tag zurück und hält bei 16 unter Par. „Ich weiß, der Vorsprung ist etwas geschrumpft, aber ich wollte mich nicht selbst besiegen“, kommentierte der Schotte gelassen.
Die Herausforderung des Wüstenplatzes mit seinen schnellen Grüns und strategischen Wasserstellen zeigt sich in der eng gestaffelten Tabelle. Eine Gruppe von Spielern, darunter die Spanier Nacho Elvira und Jorge Campillo, liegt bei 11 unter Par. Acht weitere Golfspieler folgen mit 10 unter Par und bleiben im Rennen.
Alles steht auf der letzten Runde
Die finale Runde am Sonntag verspricht damit ein packendes Finale mit weitreichenden Konsequenzen. Für Hill geht es um seinen dritten Titel auf der DP World Tour. Für Reed und andere sind wertvolle Punkte für die „Race to Dubai“ entscheidend, deren Top-10-Finalisten einen PGA-Tour-Spielstatus erhalten. Reed hat dafür einen vollen europäischen Turnierplan, inklusive der kommenden Qatar Masters, angekündigt.
Die Mischung aus Hills nervenstarkem Führungsanspruch, Schotts jungem Hunger und der geballten Erfahrung von Reed und Garcia lässt ein offenes Finale erwarten. Der Wüstenwind am Royal Golf Club wird dabei sicherlich noch eine Rolle spielen und den Druck auf die Kontrahenten weiter erhöhen.