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Sport

Hearts-Trainer Derek McInnes nach Derby-Pleite: „Nichts schmerzt mehr“

Nach einer bitteren Derby-Niederlage gegen den Stadtrivalen Hibernian und einer unerwarteten Schlappe gegen St. Mirren setzt Heart of Midlothian alles auf den nächsten Edinburgh-Klassiker. Trainer Derek McInnes betonte im Vorfeld der prestigeträchtigen Partie am Mittwochabend, dass eine Niederlage im Lokalduell der härteste Rückschlag für einen Verein sei. Die Mannschaft wolle die Demütigung vom Boxing Day wettmachen, als man bei Hibs mit 0:3 in Rückstand geriet und trotz Aufholjagd verlor, während die gegnerischen Fans ihr Triumphlied „Sunshine on Leith“ anstimmten.

Neuzugänge brauchen noch Zeit

Für das entscheidende Spiel im Tynecastle-Stadion, bei dem sich die aktuell tabellenführenden „Jambos“ sechs Punkte Vorsprung vor den Rangers erhoffen, muss McInnes auf mehrere Schlüsselspieler verzichten. Innenverteidiger Craig Halkett ist nach seiner Roten Karte gegen St. Mirren gesperrt. Zudem fehlen weiterhin der angeschlagene Torjäger Lawrence Shankland und Sammy Devlin.

Die Ungeduld der Fans richtet sich auch auf die winterlichen Neuzugänge Eduardo Ageu, Islam Chesnokov und Rogers Mato. McInnes appellierte jedoch an die Anhänger, Geduld zu bewahren. „Ich verstehe den Ruf nach diesen Spielern“, sagte McInnes, „aber ich sehe im Training zwei Jungs, deren Saison im November endete.“ Er verwies insbesondere auf die lange Wettkampfpause von Ageu, der in Portugal monatelang kein Spiel von Beginn an bestritten habe.

Mato komme zwar frisch von der Afrika-Cup-Teilnahme, doch der Wechsel in eine neue Spielkultur sei selbst für fitte Spieler eine Herausforderung. Beide Athleten würden intensiv an ihrer Kondition arbeiten, betonte der Trainer, und man hoffe, dass sie bis Saisonende noch eine wichtige Rolle spielen könnten. Vor einer überstürzten Einwechslung warnte McInnes: „Manchmal muss man als Trainer das größere Wohl im Blick haben.“

Derby-Feeling wie ein Cup-Finale

Trotz der jüngsten Rückschläge – es war erst die dritte Saisonniederlage – herrscht im Lager von Hearts keine Panik. Die gesamte Saisonarbeit stehe nicht nach zwei verlorenen Spielen in Frage. Die Konzentration liege nun voll auf dem 14. verbleibenden Saisonspiel, das jedoch die Bedeutung eines Finales habe.

„Es ist egal, wo Hibs und Hearts in der Tabelle stehen, ob es ein Spiel am Saisonende ist oder was auch immer – es sollte immer dieses Cup-Final-Gefühl haben“, so McInnes. Die Enttäuschung über die 3:0-Halbzeitführung von Hibs im letzten Aufeinandertreffen sitze tief: „Wir haben Tore kassiert, die wir niemals hätten kassieren dürfen. Das ist ungewöhnlich für uns.“ Die Art der Niederlage und die anschließenden Feierlichkeiten der Gegner spornten die Mannschaft nun an, beim Rückspiel das Blatt zu wenden.

Für McInnes sind die verbleibenden 13 Partien der Saison allesamt „Cup-Finals“. Doch das Edinburgh-Derby sticht für ihn besonders heraus. Die Entschlossenheit, die Stadt wieder zu beherrschen, sei nach der letzten bitteren Erfahrung am Easter Road größer denn je.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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