Hamza Igamane fällt nach tragischer Verletzung für Schottlands WM-Teilnahme aus
Der ehemalige Rangers-Stürmer Hamza Igamane wird aufgrund einer schweren Verletzung nicht an Schottlands WM-Gruppenspiel gegen Marokko teilnehmen können. Der Rückschlag traf ihn während des dramatischen Afrika-Cup-Finales, in dem Marokko gegen Senegal in Rabat verlor.
Igamanes Ausfall stellt einen herben Schlag für Steve Clarkes schottische Mannschaft dar, die in diesem Sommer in den USA im zweiten Gruppenspiel der WM auf Marokko trifft. Der 23-jährige Stürmer, der im Sommer für 10 Millionen Pfund von den Rangers zu Lille wechselte, spielte in der französischen Ligue 1 eine beeindruckende Saison mit bereits 11 Toren. Doch eine Verletzung, die er sich im letzten Monat gegen Marseille zugezogen hatte, ließ seine Teilnahme an der Afrika-Meisterschaft fraglich erscheinen.
Verletzung im Afrika-Cup-Finale
Marokkos Trainer Walid Regragui nahm Igamane trotz dieser Verletzung mit ins Turnier. Die medizinische Abteilung des Teams brachte den Stürmer rechtzeitig für das Halbfinale in Form, in dem er zwar einen entscheidenden Elfmeter im Shootout gegen Nigeria verschoss, aber trotzdem weiterging. Doch im Afrika-Cup-Finale gegen Senegal musste er nach nur wenigen Minuten wieder das Spielfeld verlassen.
Während des Spiels geriet Marokko in die Verlegenheit, in der gesamten Verlängerung mit zehn Mann zu spielen, nachdem Igamane in Tränen aufgelöst das Spielfeld verlassen hatte. Der Senegalese Pape Gueye erzielte vier Minuten nach Beginn der Verlängerung das einzige Tor des Spiels und sicherte Senegal den Titel, während Marokko zum ersten Mal seit 50 Jahren leer ausging.
Nach dem Spiel äußerte Regragui seine Besorgnis um Igamanes Gesundheit: „Ich denke, er hat sich das Kreuzband gerissen. Es ist eine neue Verletzung, die nichts mit der alten zu tun hat. Wir müssen positiv bleiben, aber es ist sehr schlechte Nachricht für ihn, nur wenige Monate vor der WM“, sagte der Trainer. Igamane könnte möglicherweise bis zu sechs Monate ausfallen, was sowohl für Marokko als auch für Lille einen enormen Verlust darstellt.
Das Spiel selbst war von Kontroversen geprägt, als Senegals Trainer Pape Thaw seine Spieler nach einer umstrittenen Elfmeterentscheidung in der achten Minute der Nachspielzeit vom Feld nahm. Der Elfmeter wurde nach einem VAR-Eingriff gegen den marokkanischen Spieler Brahim Diaz verhängt, der ein Foul durch Real Madrids Diaz geltend gemacht hatte. Nach einer kurzen Unterbrechung kehrten die Spieler zurück, doch der Elfmeter, der von Diaz selbst geschossen wurde, wurde von Senegals Torwart mühelos abgewehrt.
Senegal holte sich schließlich den Titel, und Marokkos Trainer Regragui konnte seine Enttäuschung über den misslungenen Elfmeter von Diaz nicht verbergen. Ein ereignisreiches Finale endete somit mit Senegals Triumph, während Igamane und Marokko eine bittere Niederlage hinnehmen mussten.