Giants erwägen Thibodeaux-Trade und buhlen um All-Pro Center Linderbaum
Die New York Giants stehen in der Offseason vor schwierigen Personalentscheidungen, die die Zukunft des Franchises prägen könnten. Während der Fokus auf dem Schutz von Quarterback Jaxson Dart liegen sollte, dominieren zwei große Namen die Diskussionen: der mögliche Abschied von Linebacker Kayvon Thibodeaux und die aggressive Verfolgung von Free Agent Tyler Linderbaum.
Linderbaum als Wunschziel für die Offensive Line
Die dringendste Baustelle des Teams ist eindeutig die Offensive Line, die in der vergangenen Saison 48 Sacks zuließ. Die Verpflichtung von Head Coach John Harbaugh hat nun ein konkretes Ziel in den Fokus gerückt: Tyler Linderbaum. Der Center der Baltimore Ravens, ein dreimaliger Pro-Bowler und Rookie des Jahres 2022, wird als einer der begehrtesten Free Agents am Markt gehandelt.
Die Verbindung zu Harbaugh gilt als größter Trumpf der Giants. Ein Brancheninsider sagte, es „wäre keine Überraschung“, Linderbaum mit Harbaugh im „Big Apple“ wiedervereint zu sehen. Seine Statistik spricht für sich: In den letzten drei Jahren gab er nur zwei Sacks zu und blieb dabei verletzungsfrei. Für die Giants wäre er ein deutliches Upgrade gegenüber dem angeschlagenen John Michael Schmitz, der in drei Spielzeiten 72 Drucke und 12 Sacks erlaubte.
Selbst der erfahrene Backup Austin Schlottmann, der in der vergangenen Saison in 363 Snaps nur drei Drucke zuließ und zum zweitbesten Lineman des Teams avancierte, wird mit bald 31 Jahren nicht als Langzeitlösung gesehen. Die Verpflichtung Linderbaums würde die O-Line entscheidend verstärken und dem Franchise einen Anker für die kommenden Jahre geben.
Thibodeauxs Zukunft ungewiss
Parallel zu den Bemühungen um Verstärkung für die Offense muss das Franchise über die Zukunft eines defensiven Schlüsselspielers entscheiden. Kayvon Thibodeaux, die Nummer-fünf-Pick des Drafts 2022, ist erneut Gegenstand von Trade-Gerüchten. Der 25-jährige Linebacker verpasste 2025 sieben Spiele und landete mit einer Schulterverletzung auf der Injured Reserve, was seine Handelsattraktivität schwer einzuschätzen macht.
Die Giants haben in der Vergangenheit hohe Forderungen für Thibodeaux gestellt, die Interessenten wie die Chicago Bears oder Las Vegas Raiders bisher abschreckten. Analysten sehen in einem Tapetenwechsel die Chance, dass der Spieler zu seiner 11,5-Sack-Form von 2023 zurückfindet. Die Logik für die Raiders ist simpel: Sollte Star-Passrusher Maxx Crosby gehandelt werden, wäre Thibodeaux ein schlauer Ersatz.
Innerhalb des Teams ist seine Rolle zudem unklarer geworden, seit mit Brian Burns und Abdul Carter ein starkes Passrush-Duo etabliert ist. Die Front Office steht vor der kniffligen Wahl: den Spieler zu verlängern, ihn zu handeln oder zu riskieren, ihn 2027 ohne Gegenwert ziehen zu lassen. General Manager Joe Schoen hatte bereits zum letzten Trade Deadline Gespräche geführt, doch der geforderte Preis war zu hoch.
Trotz angespannter Salary-Cap-Situation zeigen sich die Giants unter der neuen Führung um Harbaugh offenbar bereit, in der Free Agency aggressiv zu agieren. Alle Blicke richten sich nun auf das offizielle Verhandlungsfenster im März. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Team mit einem Paukenschlag eine neue Ära einläuten oder weiter auf der Suche nach Stabilität bleiben wird. Für Quarterback Jaxson Dart, der mit großen Erwartungen in seine zweite Saison geht, könnte die Verpflichtung eines All-Pro-Centers den entscheidenden Unterschied ausmachen.