Gaethje und Pimblett entzünden UFC 324 auf Paramount Plus
Am 24. Januar 2026 wurde Las Vegas erneut zum Schauplatz eines spektakulären Kampfes, als UFC 324 in der T-Mobile Arena die Fans in ihren Bann zog. Doch dieses Event war mehr als nur eine weitere aufregende Nacht im Octagon – es markierte den Beginn einer neuen Ära für die UFC, da die Veranstaltung die erste unter dem $7,7 Milliarden schweren Rundfunkvertrag mit Paramount war. Die Erwartungen waren hoch, und die Hauptkämpfe enttäuschten nicht.
Ein Thriller um den Interimstitel
Das Hauptereignis versprach schon vorab Spannung pur: Der ehemalige Interim-Leichtgewichts-Champion Justin Gaethje traf auf den aufstrebenden britischen Superstar Paddy Pimblett, um den Interimstitel im Leichtgewicht zu kämpfen. Für Gaethje war es möglicherweise die letzte Chance, einen Titel zu gewinnen. Der 37-jährige Amerikaner, bekannt für seinen aggressiven Kampfstil und seine beeindruckende Bilanz von 14 post-fight Boni in ebenso vielen UFC-Kämpfen, trat mit einer 26-5-Bilanz in den Käfig. In den letzten vier Kämpfen hatte er drei Mal gewonnen und sah sich nun mit der Herausforderung konfrontiert, sich eine letzte Chance auf den Gürtel zu erkämpfen, bevor er über ein mögliches Karriereende nachdachte.
Gegner Pimblett, 31 Jahre alt, blickte auf eine beeindruckende UFC-Karriere zurück, die ihn zu einem der beliebtesten und zugleich umstrittensten Kämpfer gemacht hatte. Mit einer Bilanz von 19-5 und sieben Siegen in Folge trat der Liverpools Kämpfer voller Selbstbewusstsein in den Käfig, nachdem er unter anderem Tony Ferguson, King Green und Michael Chandler besiegt hatte. Viele sprachen bereits von ihm als einem der nächsten großen Stars der UFC, und das Event versprach, sein größter Test zu werden.
Die Erwartungen an den Kampf waren riesig, und die T-Mobile Arena war bis auf den letzten Platz gefüllt. Während Gaethje auf seine Erfahrung und seinen Brachialangriff setzte, hoffte Pimblett, seine Jugend und seinen Siegeswillen in den entscheidenden Momenten auszuspielen. Noch bevor der Kampf begann, war klar: Hier ging es um mehr als nur den Titel – es war eine Frage des Erbes für beide Kämpfer.
Unvergessliche Momente und ein dominierendes Debüt
Auch der Co-Main Event lieferte einen aufregenden Kampf. Statt der ursprünglich geplanten Begegnung zwischen Amanda Nunes und Kayla Harrison, die aufgrund einer Verletzung abgesagt wurde, traten Sean O’Malley und Song Yadong in einem spannungsgeladenen Bantamgewichtskampf gegeneinander an. O’Malley, bekannt für seine Showman-Qualitäten, behielt in einem hart umkämpften Dreirunder mit einem einstimmigen Sieg die Oberhand. Der Kampf, der zu einem der Höhepunkte des Abends wurde, zeigte O’Malleys Fähigkeit, Distanz zu wahren und präzise Treffer zu landen, was ihn letztlich als Sieger hervorbrachte.
Die Hauptkarte lieferte weitere dramatische Momente: Waldo Cortes-Acosta besiegte Derrick Lewis per TKO in der zweiten Runde, nachdem Lewis zu Boden gefallen war und die entscheidende Schlagserie nicht überstehen konnte. Der 30-jährige Cortes-Acosta unterstrich damit seine aufstrebende Karriere und setzte sich gegen den erfahrenen Lewis durch, der in der Vergangenheit oft als eine der härtesten Prüfungen im Schwergewicht galt.
Natalia Silva sorgte ebenfalls für Aufsehen, als sie die beliebte Rose Namajunas besiegte. Silva setzte Namajunas in einem spannenden Kampf unter Druck und gewann einstimmig. Jean Silva ließ sich von Arnold Allen nicht lange bitten und siegte ebenfalls einstimmig, wobei er vor allem in der dritten Runde die entscheidenden Akzente setzte.
Die Preliminary Bouts glichen einem wahren Feuerwerk an Highlights. Umar Nurmagomedov, der Neffe von Khabib Nurmagomedov, zeigte einmal mehr sein Potential, indem er Deiveson Figueiredo klar dominierte und mit einer sauberen Punktrichterentscheidung den Sieg einfuhr. Nikita Krylov erzielte einen spektakulären Knockout gegen Modestas Bukauskas in der letzten Sekunde der dritten Runde, was das Publikum in Begeisterung versetzte.
Ein weiteres Highlight waren die frühen Preliminary Bouts, die mit explosiven Knockouts glänzten. Josh Hokit, der seinen Sieg streak fortsetzte, setzte sich mit einem TKO-Sieg in der ersten Runde gegen Denzel Freeman durch, während Ty Miller zu einem brutalen Knockout gegen Adam Fugitt kam. Die Fans kamen voll auf ihre Kosten, als die Paramount Ära mit einem wahren Schlagabtausch begann.
Nicht alle Pläne liefen jedoch wie erwartet. Die Veranstaltung verzögerte sich um mehr als eine Stunde, da zwei Kämpfe kurzfristig abgesagt werden mussten: Cameron Smotherman kollabierte vor dem Kampf, und der Kampf zwischen Michael Johnson und Alexander Hernandez wurde am Morgen des Events ebenfalls abgesagt. Trotzdem zeigte die UFC, wie gut sie auch mit unvorhergesehenen Änderungen umgehen kann und bot den Zuschauern eine eindrucksvolle Show, die mit Bruce Buffers legendären Ansagen und einem hochkarätigen Kommentatoren-Team, darunter Chris Weidman und Michael Bisping, abgerundet wurde.
Zu guter Letzt wurde Dominick Cruz, der ehemalige UFC-Champion, feierlich in die UFC Hall of Fame aufgenommen, was den Fans eine emotionale Erinnerung an die Geschichte des Sports bot. Die Fans spendeten dem ruhmreichen Kämpfer kräftigen Applaus, als sie den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere honorierten.
Alles in allem war UFC 324 ein Erfolg, der die UFC und ihre Partnerschaft mit Paramount in einer neuen Ära begrüßte. Die Fans erwarten gespannt, was als Nächstes kommt, während die Geschichte von Gaethje und Pimblett weitergeht und neue Stars wie Waldo Cortes-Acosta und Natalia Silva auf der großen Bühne weiter glänzen.