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Frühere schottische Gesundheitsministerin Jeane Freeman im Alter von 72 Jahren gestorben

Die frühere schottische Gesundheitsministerin Jeane Freeman ist im Alter von 72 Jahren an Krebs gestorben. Ihr Tod hat in der schottischen Politik und bei Weggefährten Bestürzung und Trauer ausgelöst. Freeman, die von 2018 bis 2021 das Gesundheitsressort führte, erhielt die Diagnose eines unheilbaren Krebsleidens erst am 13. Januar und verstarb nur 25 Tage später.

Weggefährten würdigen Mut und Führung in der Pandemie

Schottlands frühere First Minister Nicola Sturgeon, die Freeman als eine ihrer „besten und engsten“ Freundinnen bezeichnete, zeigte sich „am Boden zerstört“. In einer persönlichen Würdigung betonte Sturgeon Freemans Rolle während der COVID-19-Pandemie. „Sie half, Schottland durch die härtesten Zeiten zu steuern“, so Sturgeon. Sie fügte hinzu, dass Freeman ihr geholfen habe, die eigene Last zu tragen, und sie es ohne sie womöglich nicht geschafft hätte. Sturgeon erwähnte auch, dass sie Freeman noch am Nachmittag vor ihrem Tod besucht hatte, wo diese trotz ihrer eigenen Lage nach Sturgeons Befinden und ihren Gefühlen zum baldigen Parlamentsaustritt gefragt habe.

Der aktuelle First Minister John Swinney würdigte Freeman als eine Person, die ihr Leben dem Dienst an der Öffentlichkeit gewidmet habe. Er hob ihren „unermüdlichen Einsatz“ während der Pandemie hervor, den sie mit „Ehrlichkeit und Selbstlosigkeit“ gemeistert habe. Auch der derzeitige Gesundheitsminister Neil Gray sprach von einem „herzzerreißenden“ Verlust und bezeichnete ihr selbstloses Leadership während COVID als „bemerkenswert“.

Eine vielseitige Karriere im Dienst der Öffentlichkeit

Jeane Freeman hatte eine lange Laufbahn in Politik und öffentlicher Verwaltung. Sie begann als leitende Beamtin nach der Einrichtung des schottischen Parlaments 1999 und wurde später Sonderberaterin von Labour-First Minister Jack McConnell. Nach einer führenden Rolle in der Unabhängigkeitskampagne „Women for Independence“ trat sie der SNP bei und wurde von 2016 bis 2021 zur Abgeordneten für Carrick, Cumnock and Doon Valley gewählt.

Unter Nicola Sturgeon wurde sie zunächst Ministerin für soziale Sicherheit, wo sie den Aufbau eines neuen schottischen Sozialversicherungssystems leitete. 2018 übernahm sie das Gesundheitsportfolio. In dieser Funktion war sie bis zu ihrem Rückzug aus der Politik 2021 für die Gesundheitspolitik während der gesamten Pandemie verantwortlich.

Ihre langjährige Lebenspartnerin Susan Stewart dankte in einer Erklärung dem Personal des Queen Elizabeth University Hospital für dessen „außergewöhnliche“ Fürsorge. Die beiden waren über 25 Jahre ein Paar. Stewart erinnerte an die private Seite Freemans: eine „sehr lustige, kämpferische und streitlustige“ Seelenverwandte. Sie erwähnte auch, dass Freeman sich nach ihrer politischen Laufzeit freiwillig im Beatson Centre engagiert und dort den Teewagen geschoben habe – eine Tätigkeit, die sie sehr geliebt habe.

Lord McConnell, bei dem Freeman einst beratend tätig war, nannte sie eine der „formidabelsten öffentlichen Persönlichkeiten“ ihrer Generation – „ungeheuer klug, angetrieben von einem starken Gerechtigkeitssinn“. Auch Kulturminister Angus Robertson und weitere Kollegen übermittelten ihr Beileid. Die einhelligen Würdigungen zeichnen das Bild einer entschlossenen, prinzipientreuen Politikerin, deren Tod eine Lücke in der schottischen Politik hinterlässt.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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