Frankreichs Nationalmannschaft dominiert Irland und startet mit Bonuspunkt in die Six Nations
Die französische Rugby-Union-Nationalmannschaft hat der Konkurrenz im Sechs-Nationen-Turnier ein machtvolles Signal gesendet. Im Eröffnungsspiel der Guinness Six Nations 2025 setzte sich der Titelverteidiger vor heimischem Publikum im Stade de France mit 36:14 (22:0) durch und holte dabei den vollen Zählertag mit einem Bonuspunkt für vier oder mehr Versuche.
Frühe französische Übermacht
Bereits nach 13 Minuten stand der erste Versuch für die „Bleus“. Der als Spieler des Turniers 2025 gekürte Flügel Louis Bielle-Biarrey nutzte einen Fehlpass des irischen Schlussmanns Sam Prendergast, um nach angeblichem Vorwärtspass drei Verteidiger auszudribbeln und links einzurollen. Nur neun Minuten später erhöhte Matthieu Jalibert nach einem Fünfmeter-Gedränge, eingeleitet von Antoine Dupont, auf 12:0.
Die Rückkehr von Kapitän Dupont war ein zentraler Punkt des Abends. Er bestritt sein erstes Länderspiel seit einer Kreuzbandverletzung vor elf Monaten in Dublin und führte sein Team souverän. Vor der Pause steuerte Schlussmann Thomas Ramos einen Straftritt bei, ehe Stürmer Charles Ollivon einen sehenswerten Mannschaftsversuch vollendete, nachdem er zuvor schon nach nur zwei Minuten eine frühe Chance hatte liegen lassen.
Mit dem Wiederanpfiff setzte Frankreich seine Demonstration fort. Nur sieben Minuten in der zweiten Halbzeit sicherte sich Bielle-Biarrey seinen zweiten Versuch und damit den wichtigen Bonuspunkt für das Team von Trainer Fabien Galthié.
Irische Ehrentore verhindern Blamage
Irland, das sich in einer Übergangsphase mit vielen Verletzten befand, drohte lange Zeit, ohne jeden Punkt zu bleiben. Erst in der Schlussphase gelang den durch viele Ersatzleute frischen Gästen die Ehre der Gegenwehr. Zunächst traf Flankenspieler Nick Timoney nach einem Linienbruch von Stuart McCloskey, ehe sich Stürmer Michael Milne mit seinem ersten Länderspielversuch drei Minuten später in die Torschützenliste eintrug. Beide Versuche verwandelte Prendergast.
Doch die kurz aufkeimende Hoffnung der Iren auf ein denkwürdiges Comeback erstickte Frankreich in den letzten Spielzügen. Flügelspieler Theo Attissogbe tauchte in der Schlusssekunde noch zum 36:14-Endstand ein. Ramos war mit vier Erhöhungen und einem Straftritt treffsicher.
Es war Irlands erste Niederlage in einem Six-Nations-Auftaktspiel seit dem Jahr 2021. Für das Team von Andy Farrell war es zudem die erste Rückkehr nach Paris seit dem schmerzhaften Viertelfinal-Aus gegen Neuseeland bei der Weltmeisterschaft 2023. Das Spiel fand ausnahmsweise an einem Donnerstag statt, um eine Überschneidung mit der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina zu vermeiden.