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Sport

Forge FC hält mexikanischen Top-Klub Tigres in eiskaltem Champions-Cup-Hinspiel in Schach

Bei fast minus 15 Grad Celsius hat der kanadische Meister Forge FC den mexikanischen Spitzenverein Tigres UANL im Hinspiel der CONCACAF Champions Cup zu einem torlosen Remis gezwungen. Die Partie am Dienstagabend im Hamilton Stadium entwickelte sich zu einem der kältesten Spiele der Turniergeschichte, was die taktische Herausforderung für beide Teams noch vergrößerte.

VAR verhindert späten Siegtreffer der Gäste

Der vermeintliche Dreh- und Angelpunkt der Begegnung ereignete sich in der 69. Minute, als Juan Francisco Brunetta den Ball für Tigres im Netz unterbrachte. Der Jubel der Gäste wurde jedoch durch den Videoassistenten gestoppt, der die Führung aufgrund einer Abseitsstellung aberkannte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Tigres, insbesondere in der zweiten Hälfte, zunehmend die Kontrolle übernommen und die aufgrund ihrer Winterpause noch etwas eingerosteten Gastgeber unter Druck gesetzt.

Bereits in der Schlussphase der ersten Hälfte war Forge-Torhüter Dimitry Bertaud, einer der Neuzugänge des Teams, mit einer Parade gegen einen gefährlichen Kopfball zum Retter geworden. Sein mexikanisches Pendant Nahuel Guzmán musste dagegen nur wenige entscheidende Eingriffe tätigen, da Forge trotz allem Kampfgeist kaum klare Torchancen herausspielte. Ein Kuriosum war der offizielle Hydrationsbreak in der 30. Minute – eine seltene Maßnahme bei solchen Temperaturen.

Forge coach Bobby Smyrniotis fehlte mit Stürmer Nana Ampomah ein wichtiger Offensivspieler aufgrund von Visaproblemen. Tigres-Coach Guido Pizarro konnte dagegen auf eine breite Bank zurückgreifen und brachte unter anderem den 2024er-Weltmeister Angel Correa in der Schlussphase ins Spiel. Insgesamt fünf Wechsel nutzte die mexikanische Mannschaft, um ihr Tempo hochzuhalten.

Alles bleibt vor dem Rückspiel in Monterrey offen

Mit dem 0:0 bleibt die Auswärtstorregel für das Rückspiel in der kommenden Woche in Monterrey voll im Spiel. Diese Tatsache erhöht den taktischen Reiz der Begegnung erheblich. Für Forge FC ist es bereits das vierte Jahr in Folge, in dem der Klub in der ersten Runde des Wettbewerbs auf einen Giganten der mexikanischen Liga trifft. Bisher gelang noch kein Sieg gegen Cruz Azul, Chivas Guadalajara oder CF Monterrey.

Tigres, der Sieger des Turniers von 2020, kam mit Siegerfahrung und besserer Wettkampfrhythmik nach Kanada. Die Mannschaft hatte in der laufenden Liga MX Clausura 2026 bereits vier Pflichtspiele absolviert und zuletzt 2:1 gegen Club León gewonnen. Forge dagegen war seit der 0:1-Niederlage gegen Cavalry FC im Playoff-Halbfinale der Canadian Premier League im November nicht mehr wettbewerbsmäßig gelaufen.

Nach dem Abpfiff zeigte sich Forge-Coach Smyrniotis dennoch respektvoll-zufrieden: „Sie sind wahrscheinlich das beste Team der Liga MX im letzten Jahrzehnt gewesen“, sagte er, „aber jedes Team hat Stärken und Schwächen.“ Die Aufgabe im Rückspiel unter deutlich wärmeren Bedingungen bleibt enorm. Forge muss seine offensive Schlagkraft wiederfinden, während Tigres auf seinen Heimvorteil und die größere Spielpraxis setzen wird.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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