Familie fordert Gesetzesänderung nach dem Tod von Danielle Haggerty
Die Familie von Danielle Haggerty, die 2023 nach einem Vorfall in einer gewalttätigen Beziehung in einer Wohnung bewusstlos aufgefunden wurde, fordert eine Gesetzesänderung. Die 33-Jährige starb nach einem tragischen Vorfall, der die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit einer „Rettungspflicht“ in Großbritannien lenkt.
Danielle Haggerty wurde am 13. März 2023 in der Wohnung ihres Freundes in Tameside von der Polizei aufgefunden, nachdem ein besorgter Nachbar den Notruf gewählt hatte. Der Nachbar hatte einen „Streit“ gehört und befürchtet, dass Danielle in Gefahr sei. Die Polizei brach die Tür auf und fand sie bewusstlos vor. Sie wurde noch vor Ort von Sanitätern wiederbelebt, doch die Ärzte stellten später irreversible Hirnschäden fest. Drei Tage nach dem Vorfall wurde die Lebenserhaltung ausgeschaltet, und Danielle verstarb am 16. März 2023 im Krankenhaus.
Das südmanchestische Koroner-Institut stellte fest, dass ihr Tod „die unbeabsichtigte Folge einer Selbstverletzung in einer Zeit großer Belastung“ war, die im Kontext einer gewalttätigen Beziehung und eines Streits mit ihrem Partner stand. Der Mann, der nach dem Vorfall festgenommen worden war, bestritt jegliche Beteiligung an dem Vorfall, und die Staatsanwaltschaft entschied sich, keine Anklage zu erheben. Diese Entscheidung wurde im August 2024 durch das System der Opferrechtsprüfung bestätigt.
Danielle Haggertys Bruder, Jonathan, ein RAF-Sergant, hat daraufhin eine Petition ins Leben gerufen, die eine Gesetzesänderung fordert. Die Petition, die bislang fast 9.000 Unterschriften gesammelt hat, verlangt, dass es künftig strafbar sein soll, eine Person in unmittelbarer Gefahr ohne Hilfeleistung zu lassen. Diese Art von „Rettungspflicht“ existiert bereits in anderen Ländern und soll in Großbritannien eingeführt werden, um ähnliche Tragödien zu verhindern.
„Danielle’s Law“: Eine Petition für das Leben
Jonathan Haggerty erklärte, dass die Einführung eines solchen Gesetzes „weitere Tragödien“ verhindern und „Leben retten“ könnte, indem es den Menschen eine rechtliche Verpflichtung auferlegt, zu handeln, wenn jemand in Gefahr ist. „Ein Anruf kann Leben retten“, betonte er. „Es ist eine Frage von Sekunden.“
Danielle war eine fröhliche und lebenslustige Person, die für ihre Familie und Freunde stets da war. Ihr Bruder erinnerte sich daran, wie sie „gerne zu ihrer Großmutter kam und einfach mal mit Fish and Chips vor der Tür stand“. Ihre Organe wurden nach ihrem Tod gespendet, wodurch drei Menschenleben gerettet werden konnten.
Die Petition von Jonathan Haggerty könnte, wenn sie 10.000 Unterschriften erreicht, eine Antwort der Regierung erzwingen. Wenn die Zahl 100.000 erreicht wird, könnte sie sogar eine parlamentarische Debatte nach sich ziehen. Haggerty hofft, dass seine Schwester und viele andere Menschen, die Opfer ähnlicher Vorfälle wurden, durch die Einführung des Gesetzes mehr Schutz erhalten. „Es wird Danielle nicht zurückbringen, aber es könnte anderen Familien helfen“, sagte er.
Die Familie hofft, dass die Unterstützung von Politikern wie Angela Rayner, der ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Labour-Partei, die ebenfalls die Petition unterstützt, dazu beiträgt, das Gesetz voranzutreiben. „Jonathan hat seine Schwester unter unglaublich tragischen Umständen verloren. Ich stehe in Kontakt mit ihm, um zu sehen, wie wir gemeinsam die Familie unterstützen und zukünftige Tragödien verhindern können“, erklärte Rayner.