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Sport

England dominiert Wales mit Sieben-Try-Spektakel zum Six Nations-Auftakt

England hat mit einem überzeugenden Sieg zum Start der Six Nations ein klares Statement gesetzt. Die Mannschaft von Coach Steve Borthwick bezwang Wales am Samstagabend im Twickenham-Stadion mit 48:7 (29:0) und erzielte dabei sieben Versuche. Damit gelang den Engländern ihr zwölfter Sieg in Folge, während Wales seine Negativserie von zwölf aufeinanderfolgenden Niederlagen im Turnier fortsetzte.

Die Partie war geprägt von englischer Dominanz und einer hohen Anzahl an Verwarnungen. Schiedsrichter Pierre Brousset zeigte fünf gelbe Karten, an Nicky Smith, Dewi Lake, Maro Itoje, Ben Thomas und Taine Plumtree – fast so viele wie die Anzahl der erzielten Versuche.

Arundells blitzschneller Hattrick

Die entscheidende Figur in der ersten Hälfte war Henry Arundell. Der Flügelspieler, der seit der Weltmeisterschaft 2023 nicht mehr von Beginn an auf dem Feld stand, markierte bereits vor der Pause drei Versuche. Sein Hattrick, den er nach eigenen Worten „sicherlich den einfachsten“ seiner Karriere nennen dürfte, wurde maßgeblich von George Ford vorbereitet. Der erfahrene Verbinder lieferte mit einem flachen Pass zum Anschluss und einem geschickten Chip-Kick die Vorlagen für Arundells erste beiden Treffer und wurde später zum „Star Player“ der Begegnung gekürt.

Noch vor der Pause erhöhte Ben Earl nach einem langen Lauf am Flügel auf 29:0. Kurz nach Wiederanpfiff setzte Tom Roebuck, der kurzfristig für den ausgefallenen Immanuel Feyi-Waboso nachrückte, die Try-Serie fort. Nach einem einzigen Entgegnungsversuch von Josh Adams für Wales sicherte sich England durch einen Strafversuch und einen letzten Angriff von Tommy Freeman in der Schlusssekunde den hohen Endstand.

Bewertungen der englischen Leistungsträger

Neben der offensiven Stärke lobten Beobachter die geschlossene Mannschaftsleistung. In der vorderen Reihe machte die Startformation um Kapitän Jamie George, Ellis Genge und Joe Heyes das Aufeinandertreffen im Gedränge „zur leichten Übung“. Heyes erzwang gemeinsam mit dem Debütanten Guy Pepper, der mit 14 Tackles auffiel, einen wichtigen Ballgewinn.

In der zweiten Reihe überzeugten Alex Coles und Ollie Chessum durch körperliche Präsenz und schnelle Ruck-Bearbeitung. Der eingewechselte Maro Itoje hatte hingegen eine „leichte Evening“ nach seinen eigenen Maßstäben, da er kurz nach seiner Einwechslung wegen wiederholter Teamvergehen mit Gelb bestraft wurde. Auch Tom Curry sah in der Schlussphase die gelbe Karte.

Von den weiteren Einwechslern ragte Bevan Rodd heraus, der in seiner ersten Länderspielaktion seit dem vergangenen Sommer sofort eine Gedrängestrafte erkämpfte. Henry Pollock schien erneut zu scoren, doch sein Versuch wurde wegen eines Fußes im Aus und eines illegalen Tackles aberkannt.

Der deutliche Erfolg Englands komplettierte einen überraschungsreichen ersten Spieltag der Six Nations, an dem zuvor bereits Italien Schottland besiegt und Frankreich einen Sieg gegen das verletzungsgeplagte Irland errungen hatte. Für England geht es nun mit diesem Schwung in die weiteren Partien des Turniers.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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