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Sport

England demontiert Wales mit Arundell-Dreierpack im Six Nations

Eine disziplinarische Katastrophe zu Spielbeginn und die individuelle Klasse von Henry Arundell besiegelten am Samstag in London Wales‘ zwölfte Niederlage in Folge im Six Nations. England feierte unter der Führung von George Ford einen kantersicheren 48:7-Heimsieg und setzte damit ein Ausrufezeichen im Titelrennen.

Disziplinlosigkeit kostet Wales jede Chance

Das Spiel war nach wenigen Minuten entschieden. Wales kassierte in den ersten 21 Minuten zehn Strafen, was Schiedsrichter Pierre Brousset in die Hände spielte. Innerhalb einer Minute landeten die Stürmer Nicky Smith und Dewi Lake in der 17. Minute auf der Strafbank. Gegen das auf 13 Spieler reduzierte Team fand England mühelos Lücken. Der flinke Außendreiviertel Henry Arundell, der seine erste Test-Nationallmannschaft von Beginn an seit der WM 2023 feierte, vollendete zwei frühe Angriffe von George Ford eingeleitet.

Noch vor der Pause legte Arundell nach einem weiteren Welsh-Fehler seinen dritten Versuch zum Hattrick nach. Auch Nummer Acht Ben Earl stemmte sich über die Linie. Die Präzision der Engländer in der ersten Hälfte war beeindruckend, angeführt von Fliehalb Ford, der das Spiel meisterhaft lenkte.

Kurz nach der Pause zeigte sich, wie leicht es dem englischen Team fiel: Flügelspieler Toe Roebuck lief nach seinem Versuch unmarkierte Mitspieler neben sich, die ebenfalls hätten punkten können. Doch dann ließ die Konzentration der Hausherren nach. Maro Itoje sah kurz nach seiner Einwechslung die gelbe Karte, und Wales nutzte eine gute Phase durch einen Versuch von Josh Adams nach einem Kick von Dan Edwards zum 7:31.

England findet Antwort, Wales bleibt unten

England schien seinen Schwung verloren zu haben, doch als der walisische Innendreiviertel Ben Thomas ebenfalls auf die Strafbank musste, fand das Team von Trainer Steve Borthwick zurück zu alter Stärke. Der Druck von Henry Pollock erzwang einen Strafversuch. Nach einer weiteren Gelben Karte gegen Wales‘ Taine Plumtree stand das Gastteam zeitweise wieder mit nur 13 Spielern da.

Obwohl Englands Tom Curry später für einen Tackle ohne Armeingriff ebenfalls mit Gelb bestraft wurde, hatte das letzte Wort der Engländer Tommy Freeman mit einem kraftvoll beendeten Versuch. Dennoch wird der englischen Mannschaft bewusst sein, dass sie in der zweiten Hälfte weitere Punkte liegen ließ.

Der Sieg ist Englands zwölfter Test-Sieg in Folge und eine deutliche Antwort auf Frankreichs Auftaktsieg gegen Irland zwei Tage zuvor. Für die kriselnden Waliser hingegen ist die Serie von zwölf Six-Nations-Niederlagen seit 2023 ein weiterer Beleg für den tiefen Fall. Während Italien am Nachmittag mit einem 18:15 gegen Schottland für eine Überraschung sorgte, war ein ähnliches Ergebnis in Twickenham von Beginn an undenkbar.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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