Dubois‘ Sieg gegen Usyk reicht nicht aus, um als Box-Legende zu gelten
Daniel Dubois wird noch viel zu tun haben, um die Erfolge von Tyson Fury und Anthony Joshua zu übertreffen – selbst wenn es ihm gelingt, Oleksandr Usyk zu besiegen und damit das zu erreichen, was seine britischen Kollegen nicht geschafft haben. Diese Einschätzung stammt von dem ehemaligen Weltmeister Amir Khan, der der Meinung ist, dass ein Sieg über den Ukrainer Dubois nicht sofort in die Riege der Box-Legenden katapultiert.
Dubois‘ Herausforderung gegen Usyk
Dubois, IBF-Weltmeister im Schwergewicht, tritt an diesem Wochenende erneut gegen Usyk an, um den unangefochtenen Titel zu erringen. Bereits im Jahr 2023 hatte der Brite dem Ukrainer unterlegen müssen. Der Kampf findet im Londoner Wembley-Stadion statt, und Dubois geht mit einer beeindruckenden Form in die Auseinandersetzung. Er sicherte sich seinen Platz als legitimer Weltmeister, als er im vergangenen Jahr Anthony Joshua in nur fünf Runden besiegte.
Usyk, der in seinen sieben Kämpfen gegen britische Boxer stets siegreich war, hat in der Vergangenheit auch gegen Fury und Joshua gewonnen. Wenn Dubois also gegen Usyk siegt, wird er der erste britische Boxer sein, der den Ukrainer besiegt. Doch auch dann hält Khan ihn nicht für den Herausforderer der großen Namen wie Fury oder Joshua.
Kritik an Dubois‘ Chancen und Karriereweg
„Selbst wenn Dubois gewinnt, ist es schwer zu sagen, dass er AJ und Tyson Fury überholt hat“, erklärte Khan. „Er hätte es in nur einem Kampf geschafft, während diese Jungs über Jahre hinweg in großen Kämpfen standen und sich gegen Top-Gegner wie Deontay Wilder gemessen haben.“ Dennoch fügte Khan hinzu, dass Dubois das Potenzial habe, in der Zukunft eine größere Rolle zu spielen – vorausgesetzt, er setzt eine Reihe weiterer großer Siege um. „Wenn er Usyk besiegt und dann noch drei oder vier weitere namhafte Gegner schlägt, könnte er es schaffen, diese Größen zu übertreffen“, so Khan weiter.
Ob Dubois jedoch in der Lage ist, die Leistung zu bringen, die Khan für nötig hält, bleibt fraglich. Trotz des physischen Vorteils von Dubois glaubt Khan nicht, dass die Größe oder die Schlagkraft entscheidend sein werden. „Usyk wird sich nicht von Dubois’ Größe oder seiner Power beeindrucken lassen. Er ist einfach ein ausgezeichneter Techniker und weiß genau, wie er seine Schläge setzt“, erklärte Khan. „Dubois wird versuchen, Usyk mit Einzelhieben zu treffen, aber ich sehe ihn nicht gewinnen, auch wenn der Kampf bis zur 12. Runde geht.“
Khan bleibt dabei, dass Usyk auch in diesem Kampf der Favorit bleibt – und dass Dubois im besten Fall nur eine geringe Chance hat, sich zu revanchieren. „Ich gebe Dubois einfach keine Chance, es tut mir leid“, schloss Khan seine Einschätzung ab.