Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Sport

Dodgers trennen sich von Bullpen-Stütze Banda für Catcher Rortvedt

Die Los Angeles Dodgers haben am 6. Februar 2026 ihren erfolgreichen Linkshänder Anthony Banda von der 40-Mann-Liste gestrichen. Der „Designated for Assignment“ genannte Schritt war notwendig, um Platz für Catcher Ben Rortvedt zu schaffen, den das Team erneut über Waivers von den Cincinnati Reds zurückgeholt hat. Die Entscheidung markiert das vorläufige Ende einer produktiven Phase Bandas in Los Angeles und löst Spekulationen über die Zusammensetzung des Bullpens kurz vor Beginn des Spring Training aus.

Rostermanöver und finanzielle Implikationen

Der Roster-Druck auf die Dodgers war groß. Banda, der in seinem letzten Jahr vor der Free Agency steht, hatte keine Minor-League-Optionen mehr. Erst kürzlich hatte er einen Einjahresvertrag über 1,625 Millionen US-Dollar mit dem Klub vereinbart, knapp unter seiner prognostizierten Gehaltsforderung von 1,7 Millionen Dollar im Arbitration-Verfahren. Dieses Gehalt wird nun von dem Team übernommen, das Banda binnen einer Woche per Trade oder Waiver-Claim verpflichtet. Die Dodgers könnten versuchen, ihn unbeansprucht durch die Waivers zu bekommen, doch ähnliche Manöver mit Andy Ibáñez und eben Ben Rortvedt in diesem Winter scheiterten – Ibáñez wurde am selben Tag von den Oakland Athletics geclaimed.

Ben Rortvedt, 28 Jahre alt, kehrt nach einer kurzen Station bei den Reds zurück. Sein vorheriges Engagement bei den Dodgers in der zweiten Hälfte der Saison 2025 war geprägt von seiner Arbeit mit dem Pitching-Staff, nachdem Stammcatcher Will Smith und Nachwuchsspieler Dalton Rushing verletzt ausgefallen waren. Seine Schlagstatistik von .224 fiel dagegen ab. Nun muss er sich erneut um die Position des Backup-Catchers bewerben, wobei sein Kontrahent Rushing ebenfalls keine Minor-League-Optionen mehr besitzt. Ein erneutes DFA Rortvedts vor Saisonbeginn bleibt eine Möglichkeit.

Bandas Vermächtnis und die Bullpen-Tiefe

Anthony Banda war im Mai 2024 von den Cleveland Guardians für Geldtransfer nach Los Angeles gekommen. In zwei Spielzeiten avancierte er zum unverzichtbaren Bullpen-Arbeitspferd mit 119 Einsätzen und einem soliden ERA von 3,14. Seine Leistungen waren ein Grundstein für die beiden aufeinanderfolgenden World-Series-Titel der Dodgers 2024 und 2025. Sein Postseason-Auftritt war wechselhaft: Während er 2024 in 10 Spielen einen glänzenden ERA von 1,13 über acht Innings erreichte, ließ er 2025 in 5 2/3 Innings sechs Earned Runs zu (9.53 ERA). Trotzdem war er bei Fans und Teamkollegen für seine Energie im Clubhouse äußerst beliebt.

Obwohl Banda geht, bleibt das Bullpen der Dodgers tief besetzt. Bei den Linkshändern bleiben Tanner Scott und Alex Vesia (beide 2025 verletzungsbedingt ausgefallen) sowie junge Talente wie Jack Dreyer, Justin Wrobleski und Ronan Kopp. Auf der rechten Seite stehen unter anderem Edwin Díaz, Brusdar Graterol, Blake Treinen und Kyle Hurt zur Verfügung. Jack Dreyer gilt nach einer starken Rookie-Saison als Favorit für einen Platz im Opening-Day-Kader.

Für Banda beginnt nun eine Zeit des Wartens. Angesichts seiner Statistik, seiner 17 Playoff-Einsätze und seines bezahlbaren Vertrags gilt es als unwahrscheinlich, dass er die Waivers unbeansprucht passiert. Teams mit dünnem Bullpen, besonders im Aufbau, könnten in ihm einen attraktiven Spieler sehen, den man 2027 noch per Arbitration halten könnte. Sollte ihn wider Erwarten kein Team beanspruchen, könnten die Dodgers ihn als Non-Roster-Spieler behalten.

Parallel zu diesen sportlichen Entscheidungen pflegen die Dodgers ihre Tradition: Der ehemalige Spieler und Coach Reggie Smith wird als nächster in die „Legends of Dodgers Baseball“ aufgenommen. Die Zeremonie ist für den 15. August im Dodger Stadium geplant. Smith, ein gebürtiger Compton, war sechs Spielzeiten für die Dodgers aktiv, dreimal All-Star und Schlüsselfigur beim World-Series-Sieg 1981.

Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Dodgers kurz vor dem Spring Training endgültig aufstellen. Die Manöver zeigen eine Strategie der maximalen Flexibilität mit einem vollen 40-Mann-Roster, auch wenn die Konkurrenz am Waiver-Markt rege ist. Die Eröffnung der 60-Tage-Injured-List in der nächsten Woche wird den Teams zusätzliche Flexibilität verschaffen und die Bemühungen der Dodgers, ihre Tiefe zu halten, weiter verkomplizieren.

Avatar-Foto

Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert