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Der „Kenianische Haaland“: Der dreadlocked Barbier, der in den sozialen Medien große Wellen schlägt

In Nairobi erhebt sich ein neuer Star – nicht auf dem Fußballplatz, sondern in einem Friseursalon. Der „Kenianische Haaland“, ein Content Creator und Barbier mit auffälligen Dreadlocks, hat sich aufgrund seiner verblüffenden Ähnlichkeit mit dem Manchester City-Torjäger Erling Haaland über Nacht in den sozialen Medien einen Namen gemacht. Während Haaland für seine Tore berühmt ist, nutzt sein lokaler Doppelgänger die Plattformen, um sein Geschäft für Dreadlocks zu promoten und sich einen Platz in der wachsenden Szene der Influencer zu sichern.

Mit über 8.000 Followern auf Facebook und einer zunehmenden Präsenz auf TikTok hat der „Kenianische Haaland“ das Spiel der viralen Werbung perfekt beherrscht. In seinem Manchester-City-Trikot mit der Nummer 9 hat er seine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fußballstar clever genutzt, um mehr Kunden in sein Geschäft zu bringen, das sich auf das Retouchieren von Dreadlocks spezialisiert.

Mehr als nur ein Doppelgänger

Die Ähnlichkeit des „Kenianischen Haaland“ zu seinem prominenten Namensvetter ist frappierend – jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Die dreadlocked Frisur, die der echte Haaland nie getragen hat. Der „Kenianische Haaland“ geht geschickt mit seinem Ruhm um und zeigt in seinen Videos, dass er nicht nur ein Meme ist, sondern auch ein talentierter Friseur. Immer wieder reagiert er humorvoll auf Kommentare von Fans, die ihm empfehlen, sich den Bart abzurasieren, um die Verwandlung zu perfektionieren. Statt sich über diese Witze zu ärgern, nutzt er die Gelegenheit, um auf sein Geschäft aufmerksam zu machen.

„Ich mache Dreadlocks“, erinnert er seine Fans in seinen Videos, wobei er geschickt zwischen lustigen Fußball-Memes und professionellen Friseur-Diensten wechselt. In einem kürzlich veröffentlichten Clip, der in einem Spa gedreht wurde, stellte er sein handwerkliches Können unter Beweis, als er seine Fertigkeiten mit einer Häkelnadel präsentierte – genauso präzise wie Haaland mit dem Fußball.

Die digitale Geschäftsmöglichkeit

Obwohl der „Kenianische Haaland“ bereits beachtliche Aufmerksamkeit erlangt hat, räumt er ein, dass er seinen Bekanntheitsgrad noch nicht vollständig in bares Geld umwandeln konnte. Dies ist eine häufige Herausforderung für kenianische Influencer, die zwar viral gehen, jedoch oft Schwierigkeiten haben, ihre Reichweite in einen nachhaltigen Einkommensstrom zu verwandeln. Dennoch bleibt seine Bekanntheit auf TikTok und Facebook ein wertvolles Marketing-Instrument.

Besonders bemerkenswert ist die Interaktion mit Prominenten wie dem kenianischen Rapper King Kaka, die seine Reichweite weiter verstärken. Sein Humor, der in Kenia sehr geschätzt wird, trägt ebenfalls dazu bei, eine enge Beziehung zu seinen Anhängern aufzubauen. Die Kombination aus Unterhaltung und Dienstleistung hat ihn zu einer Kultfigur in der kenianischen Influencer-Szene gemacht.

Der „Kenianische Haaland“ ist nicht der einzige seiner Art. Weitere lokale Lookalikes, wie der „Kenianische Kanye“ oder der „Bungoma Bond“, nutzen ihre ungewöhnlichen Erscheinungen, um sich in der Creator-Wirtschaft einen Namen zu machen. Doch im Gegensatz zu vielen, die sich nur auf den Scherz verlassen, hat der „Kenianische Haaland“ das Potenzial, eine tatsächliche Geschäftskarriere aufzubauen.

Für seine Kunden ist der Besuch beim „Kenianischen Haaland“ eine ganz besondere Erfahrung. Wer sich von einem „Premier-League-Star“ die Haare schneiden lässt, hat nicht nur einen neuen Look, sondern auch eine Geschichte, die für viele einen zusätzlichen Wert bietet.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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