Colorado Avalanche erwarten eine harte Auswärtsreise nach enttäuschender Niederlage gegen die Flyers
Die Colorado Avalanche haben am Freitagabend ihre längste Heimspielserie der Saison mit einer 3:7-Niederlage gegen die Philadelphia Flyers beendet. Diese unerwartete Niederlage beendete eine siebenspiele Heimserie, in der Colorado eine Bilanz von 3-1-2 aufwies und sowohl die eigene Stärke auf heimischem Eis als auch die Herausforderungen durch Verletzungen und eine sich schnell verändernde Kaderdynamik verdeutlichte. Nun bereitet sich das Team auf eine anspruchsvolle acht Tage dauernde, vier Spiele umfassende Auswärtstour vor, die viele neue Storys sowohl auf als auch abseits des Eises verspricht.
Das Spiel am Freitag begann mit einer aufregenden Atmosphäre in den Zuschauerrängen, doch die Flyers brachten die Colorado-Fans schnell zum Schweigen. Owen Tippett erzielte bereits in der 15.02. Spielminute das erste Tor für Philadelphia mit einem präzisen Handgelenkschuss aus dem rechten Kreis, gefolgt von einem Powerplay-Tor von Denver Barkey in der 18.57. Minute, das die Avalanche mit einem 0:2-Rückstand in die erste Pause schickte. Colorado ließ sich jedoch nicht unterkriegen und kam durch Parker Kellys zehntes Saisontor im zweiten Drittel zurück, einem Abpraller nach einem Schuss von Jack Ahcan. Victor Olofsson und Cale Makar erhöhten den Druck, aber die Offensive der Flyers war unaufhaltsam.
Der Star des Abends war Owen Tippett, der mit zwei weiteren Toren, darunter ein shorthanded Breakaway, ein beeindruckendes Hattrick erzielte und das Ergebnis auf 6:3 stellte. Matvei Michkov steuerte ebenfalls zwei Tore bei, eines davon eine brillante Ablenkung zu Beginn des dritten Drittels und das andere ein Empty-Netter zum endgültigen 7:3-Sieg. Trotz der Niederlage glänzten Nathan MacKinnon und Martin Necas jeweils mit zwei Assists, was die offensive Kreativität der Avalanche unterstrich, die sowohl zuhause als auch auswärts zu den besten Teams gehören.
Roadtrip und die Herausforderungen auf dem Weg
„Wir nehmen es Spiel für Spiel. Vielleicht haben wir nicht jeden Sieg eingefahren, aber wie im letzten Spiel haben wir eine wirklich gute Leistung gezeigt“, sagte Victor Olofsson nach der Heimserie und betonte, wie wichtig es sei, Rückschläge schnell abzuhaken. Die Avalanche sind nach wie vor das beste Heimteam der Liga in dieser Saison, aber wie Head Coach Jared Bednar betonte, wird die bevorstehende Auswärtstour die Tiefe und Ausdauer der Mannschaft auf die Probe stellen. „Es wird eisig kalt, mit drei Fuß Schnee an der Ostküste… Diese Reise wird schwierig, besonders da wir mit drei Spielen in vier Tagen abschließen. Viel Reisen, unvorhersehbares Wetter und gegen Teams, die für ihre eigenen Ziele wichtige Spiele haben“, sagte Bednar. „Wir müssen scharf sein. Hoffentlich werden wir während der Reise etwas gesünder“, fügte er hinzu.
Die Avalanche hatten in dieser Saison mit anhaltenden Verletzungen zu kämpfen. Joel Kiviranta kehrte nach zehn Spielen aus der Verletzungspause gegen die Flyers zurück und gab dem Sturm einen dringend benötigten Schub. Doch das Team musste weiterhin auf wichtige Spieler wie Devon Toews und Gabriel Landeskog verzichten. Noch schwieriger wurde es, als Ross Colton aufgrund einer Verletzung aus dem Spiel gegen die Anaheim Ducks als „Day-to-Day“ gelistet wurde.
Abseits des Eises sorgte eine „Babyboom“-Stimmung in der Avalanche-Garderobe für gute Laune. Scott Wedgewood und seine Frau Brittany begrüßten ihr zweites Kind nur einen Tag vor dem Flyers-Spiel. Wedgewood, der als Ersatz für Mackenzie Blackwood eingeplant war, konnte diesen besonderen Moment mit seiner Familie erleben. Aber nicht nur er freute sich über Zuwachs: Victor Olofsson und seine Frau Taylor erwarten ihr zweites Kind Ende Februar, rund um das erste Spiel nach der Olympiapause. Devon Toews’ Frau Kerry ist Anfang Februar mit dem vierten Kind des Paares schwanger, während Toews trotz seiner Auswahl für das olympische Team Kanadas angekündigt hat, erst nach der Geburt seines Kindes und der Rückkehr seiner Frau zum Team zu stoßen.
Die verlängerte Heimspielserie ermöglichte es den Spielern, wertvolle Zeit mit ihren Familien zu verbringen, und sorgte für eine zusätzliche Bindung im Team. „Es war großartig. Ich hatte das schon lange nicht mehr“, teilte Olofsson mit und freute sich über die Zeit zu Hause in Colorado. Auch Martin Necas, der mit seiner Familie seinen Geburtstag gefeiert hatte, nutzte die Gelegenheit, um seinen Verwandten die Stadt zu zeigen. Diese familiäre Unterstützung hat sich als ein subtiler, aber entscheidender Faktor hinter den starken Leistungen der Avalanche erwiesen, auch wenn das Team die Höhen und Tiefen eines anstrengenden NHL-Spielplans navigiert.
Mit Blick auf die bevorstehende Auswärtstour wollen die Avalanche ihre Form und Gesundheit bewahren. Die Reise umfasst unter anderem ein wichtiges Spiel gegen die Toronto Maple Leafs am Sonntag um 11:30 Uhr MT. Die kommenden Spiele gegen Teams, die um die Playoff-Plätze kämpfen, dürften für Colorado entscheidend werden. Trotz der harten Reisebedingungen ist Coach Bednar optimistisch, dass die verletzten Spieler die nötige Erholung finden und wieder ins Team zurückkehren können, um die Playoffs und den Olympischen Pausen voranzutreiben.
Die Avalanche werden Anfang Februar nach Ball Arena zurückkehren, um vor der Olympiapause noch zwei Spiele zu bestreiten. Fans dürfen sich auf ein Team freuen, das sowohl auf als auch abseits des Eises zusammenhält und trotz der Herausforderungen weiterhin zu den besten der Liga gehört. Die Niederlage gegen die Flyers war zwar ein Rückschlag, doch die Avalanche bleiben eine der stärksten Mannschaften der NHL, getragen von einer engen Teamdynamik und der Unterstützung ihrer Familien. Die kommenden Wochen versprechen sowohl auf dem Eis als auch im Privatleben des Teams ereignisreich zu werden.
Die Reise geht weiter, und die Avalanche setzen alles daran, gestärkt zurückzukehren und erneut in den Kampf um die Playoffs einzutreten. Es ist eine Reise, die mehr umfasst als nur Hockey.