Cole Palmer schießt Chelsea mit historischem Hattrick zum Sieg in Wolverhampton
Chelsea hat seinen Lauf in der englischen Premier League unter Interimstrainer Liam Rosenior fortgesetzt. Beim 3:1-Auswärtssieg beim FC Wolverhampton am Samstag schrieb Stürmer Cole Palmer Geschichte. Der Engländer erzielte bereits in der ersten Halbzeit alle drei Tore für die „Blues“ – sein vierter Hattrick in der Liga und damit Rekord für den Verein.
Frühe Entscheidung durch Elfmeter und Kombination
Das Spiel war früh entschieden. Palmer traf in der ersten Hälfte zweimal per Elfmeter, nachdem die Wolves-Abwehr grobe Fehler begangen hatte. Sein drittes Tor, ein Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte, fiel nach einem fließenden Angriff in der 38. Minute. Chelsea, das in der laufenden Saison bereits sieben Siege aus neun Spielen unter Rosenior verbucht, beherrschte die erste Hälfte klar gegen das Tabellenschlusslicht.
Nach der Pause kam die Mannschaft von Wolves-Trainer Rob Edwards besser ins Spiel. Der neu verpflichtete Tolu Arokodare erzielte nach einem Eckball den Anschlusstreffer. Robert Sanchez musste in der Nachspielzeit noch einen Kopfball von Rodrigo Gomes parieren, um den Sieg zu sichern. Für die „Old Gold“ war es die vierte Niederlage in Folge, trotz einer zuletzt defensiv stabileren Leistung gegen Spitzenmannschaften wie Arsenal und Liverpool.
Historische Meilensteine für Palmer und Rosenior
Der Abend war jedoch geprägt von den rekordträchtigen Leistungen auf Chelsea-Seite. Palmer ist nun der erste Spieler in der Geschichte der Premier League, dem drei Hattricks in der ersten Halbzeit gelangen – eine Leistung, die er bereits in den Vorjahren gegen Everton und Brighton wiederholte. Mit vier Liga-Hattricks überholte er Chelsea-Legenden wie Frank Lampard und Didier Drogba.
Auch für Trainer Liam Rosenior markierte der Sieg einen historischen Moment. Er ist erst der zweite englische Trainer nach dem verstorbenen Craig Shakespeare (Leicester City, 2017), der seine ersten vier Premier-League-Spiele gewinnt. „Das war weiterer Beweis für die Richtigkeit der Ernennung des Cheftrainers“, hieß es nach dem Spiel, auch wenn man zugab, dass der Gegner „begrenzt“ gewesen sei.
Chelsea, das im engen Kampf um die Champions-League-Plätze steckt, profitierte zudem vom frühen Sieg des direkten Konkurrenten Manchester United gegen Tottenham. Die westlondoner Mannschaft kehrte unter Rosenior zu einer vertrauteren Formation zurück, unter anderem bedingt durch Fitnessfragen um Kapitän Reece James.
Für Wolves, die sich durch Deadline-Day-Verpflichtungen verstärkt hatten, blieb nur die Erkenntnis, dass die Defensive nach starken Auftritten gegen Top-Teams erneut schwächeln konnte. Spieler wie Mates Mane, einer der helleren Punkte des Teams, konnten den frühen Rückschlag nicht mehr wettmachen.