Clippers demonstrieren Playoff-Ambitionen mit klarer Auswärtsniederlage gegen Suns
Eine überragende Leistung in der Verteidigung und unter den Körben hat den Los Angeles Clippers am Sonntag, dem 1. Februar 2026, einen überzeugenden 117:93-Auswärtssieg bei den Phoenix Suns eingebracht. Vor 17.071 Zuschauern im Mortgage Matchup Center entschieden die Clippers die Saison-Serie mit 2:2 und lieferten einen deutlichen Hinweis auf ihre aktuell starke Verfassung.
Die Suns, die das Spiel ohne ihre angeschlagenen Stars Devin Booker (Knöchel) und Jalen Green (Oberschenkel/Hüfte) bestreiten mussten, fanden nie wirklich in die Partie. Die Heimmannschaft traf nur 33,3 Prozent ihrer Würfe und wurde mit 35:63 deutlich am Brett dominiert. Die Clippers erzielten allein 64 Punkte in der Zone.
Leonard führt, Suns-Offensive lahmt
Kawhi Leonard, der trotz herausragender Leistungen in diesem Jahr nicht für das All-Star-Game nominiert wurde, führte die Gäste mit 25 Punkten an. Unterstützung fand er in John Collins, der stark begann und die Serie seiner soliden Spiele als Starter fortsetzte. Die Startaufstellung mit Kris Dunn, Kobe Sanders, Leonard, Collins und Ivica Zubac funktionierte auf beiden Spielfeldseiten.
Für Phoenix war die Last auf die verbliebenen Spieler zu groß. Grayson Allen war mit 23 Punkten bester Werfer der Suns, gefolgt von Dillon Brooks mit 22 Punkten. Ohne Booker und Green fehlte es jedoch an Tiefe und Durchschlagskraft, um gegen die disziplinierten Clippers bestehen zu können.
Sunstrainer Jordan Ott hatte vor dem Spiel zwar Fortschritte bei Booker vermeldet („Er macht enorme Fortschritte… er überspringt im Grunde Schritte, wie schnell er es tun kann“), betonte aber zugleich, keinen Druck auf die Rückkehr von Jalen Green auszuüben. „Wir wollen ihn zurück, wir wollen ihn gesund. Alles muss richtig sein“, so Ott. Die nächsten Prüfungen für das angeschlagene Team stehen mit Auswärtsspielen in Portland (3. Februar) und gegen Golden State (5. Februar) an.
Kontext und Ausblick
Der Sieg unterstreicht die bemerkenswerte Aufwärtsentwicklung der Clippers, die seit Weihnachten mit 15:4 Siegen die beste Bilanz der Liga vorweisen können. Auch eigene Personalsorgen – James Harden fehlte aus persönlichen Gründen, Bradley Beal, Chris Paul und andere waren verletzt – konnten sie nicht aufhalten. Leonard, der in dieser Saison im Schnitt 37,3 Punkte, Rebounds und Assists (PRA) verbucht, übernahm erneut die Führungsrolle.
Die Suns hingegen, die zuvor sechs ihrer letzten acht Spiele gewonnen hatten und ohne Booker eine 3:0-Bilanz vorwiesen, trafen an diesem Abend an ihre Grenzen. Brooks, der in seinen letzten vier Spielen PRA-Werte von 33, 32, 52 und 32 erzielt hatte, wurde von der Clippers-Defensive effektiv eingedämmt.
Die Partie verdeutlichte, wie sehr Verletzungen und Rotationstiefe die NBA-Saison prägen. Während die Clippers ihren Platz im engen Playoff-Rennen der Western Conference festigen, müssen die Suns schnell wieder zu ihrer früheren Stärke finden, um ihre gute Ausgangsposition nicht zu verspielen.