Chicago Bulls besiegen Celtics mit dramatischem Finish und feiern Derrick Rose
Am 24. Januar 2026 bot der United Center in Chicago eine Nacht, die sowohl den Basketball-Fans als auch den Anhängern von Derrick Rose in Erinnerung bleiben wird. Trotz des eisigen Winterwetters, das die Stadt heimsuchte, strömten die Fans in die Halle, um die Ruhmesfeier für den ehemaligen MVP und Chicago-Legende Derrick Rose zu erleben. Im Anschluss an die emotionale Zeremonie, bei der sein Nummer-1-Trikot für immer an die Decke des United Centers gehängt wurde, lieferte die Mannschaft ein packendes Spiel, das in einem dramatischen letzten Wurf endete: Die Chicago Bulls setzten sich mit 114-111 gegen die Boston Celtics durch – dank eines Dreiers von Kevin Huerter mit nur 0,2 Sekunden auf der Uhr.
„Es fühlt sich großartig an, zu wissen, wie sehr die Leute trotz des Schnees hierhergekommen sind, um uns zu unterstützen“, sagte Derrick Rose nach der Zeremonie, in der er von seinen Fans gefeiert wurde. Der 22-jährige Rose, der als jüngster Spieler aller Zeiten den MVP-Titel der NBA gewann, wird für immer als einer der größten Spieler in der Geschichte der Chicago Bulls in Erinnerung bleiben.
Vor dem Spiel konnten Fans in einer interaktiven Ausstellung die Reise von Rose vom Stadtteil Englewood zu einem der größten Namen im Basketball nachverfolgen. In der Halle gab es zudem spezielle Merchandising-Artikel und eine Pop-up-Show mit dem Namen „Rose’s Flower Shop“, die die Atmosphäre weiter anheizten. „Jeder ist hier, um einen der größten Chicago Bulls aller Zeiten zu sehen“, sagte ein begeisterter Fan.
Bulls setzen sich durch
Die Bulls gingen mit einer Siegesserie von drei Spielen in das Match, und ihre Wurfquote war zu Beginn des Spiels beeindruckend. Die Mannschaft traf insgesamt 21 von 45 Dreipunktwürfen (46,7 Prozent), wobei Coby White mit 22 Punkten den Angriff anführte. Sechs weitere Bulls-Spieler erzielten zweistellige Punktzahlen, was die offensive Balance des Teams unterstrich. Besonders auffällig war, dass jeder Spieler, mit Ausnahme von Josh Giddey, einen Dreier versenkte. Die Energie der Fans spiegelte sich auf dem Spielfeld wider, als die Bulls in der zweiten Hälfte die Führung übernahmen und den Vorsprung ausbauten.
Die Celtics hingegen mussten nach einem anstrengenden Spiel in Brooklyn mit doppelter Verlängerung am Vortag kämpfen. Jaylen Brown war trotz eines schmerzhaften Oberschenkelproblems der einzige Spieler, der die Celtics im Spiel hielt. Der 26-Jährige erzielte 33 Punkte, 8 Rebounds und 5 Assists und war der Hauptgrund, warum Boston bis zum Schluss im Spiel blieb. „Ohne Brown hätten wir nicht einmal 80 Punkte erzielt“, so eine Analyse des Spiels, die Browns zentrale Rolle betonte.
Die Celtics führten mit bis zu acht Punkten im ersten Viertel, doch die Bulls ließen nicht locker und drehten das Spiel. In den letzten Minuten gingen beide Teams offensiv ins Stocken, was das Drama noch verstärkte. Mit nur 14 Sekunden auf der Uhr erzielte Brown einen spektakulären Korbleger zum Ausgleich.
Der dramatische Abschluss
Es folgte das pure Basketballtheater. Die Bulls setzten in den letzten Sekunden alles auf eine Karte, als sie versuchten, eine Lücke in der Celtics-Deckung zu finden. Ein Missverständnis in der Verteidigung ließ Kevin Huerter völlig frei in der Ecke stehen. Als er den Ball bekam, zögerte er keinen Moment: der Wurf saß, und der Ball fiel mit nur 0,2 Sekunden Restzeit durch das Netz. Das United Center explodierte vor Jubel, als die Bulls ihren vierten Sieg in Folge sicherten.
„Ein Verteidigungsfehler der Celtics ließ Huerter unbedrängt werfen“, fasste ein Bericht zusammen. Während Boston die letzten Sekunden verarbeitete, feierten die Bulls sowohl den Sieg als auch die Bedeutung der Zeremonie, die ihren Helden Derrick Rose ehrt.
Die Celtics mussten die Niederlage akzeptieren, doch es gab auch positive Aspekte. Trotz der suboptimalen Form in den letzten engen Spielen (10-14 in „Clutch Games“) gibt es Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das Team kehrt nun nach Boston zurück, um eine vier Spiele lange Heimserie zu starten. Mit der bevorstehenden Handelsfrist und dem All-Star-Wochenende stehen wichtige Entscheidungen an. Coach Joe Mazzulla wird sich darauf konzentrieren müssen, wie er das Team mit Blick auf die anhaltenden Verletzungsprobleme und die Belastung der Spieler neu ausrichtet.
Die Bulls hingegen haben durch den Sieg und die starke Leistung von Rose ein zusätzliches Momentum gewonnen, das sie weitertragen könnte. Fans und Spieler gleichermaßen ziehen Kraft aus Roses Geschichte: eine Erzählung von Durchhaltevermögen, lokalem Stolz und der Überzeugung, dass alles möglich ist, unabhängig von der Herkunft.