Chelsea-Trainer Rosenior: Selbstironie nach missglücktem Ballkontakt als Stärke
Öffentlicher Patzer sorgt für Lacher
Liam Rosenior, der neue Cheftrainer des FC Chelsea, hat eine ungewöhnliche Reaktion auf einen peinlichen Moment in der Öffentlichkeit gezeigt und damit für Aufmerksamkeit gesorgt. Während des Carabao Cup-Halbfinalrückspiels bei Arsenal am Dienstagabend versuchte der 41-Jährige, einen hoch in den Auswärtsbereich geschlagenen Ball kontrolliert anzunehmen. Statt eines souveränen ersten Kontaktes prallte der Ball jedoch von seinem rechten Fuß unkontrolliert gegen die Werbebande.
Die Szene, von Fernsehkameras eingefangen und in den sozialen Medien verbreitet, sorgte für allgemeine Heiterkeit, nicht zuletzt auf der eigenen Bank der Blues. Rosenior selbst nahm den Vorfall mit Humor. „Die Jungs haben mir das Video vorgespielt und wir haben gemeinsam darüber gelacht“, sagte er in seiner Pressekonferenz am Donnerstag. „Estevao sagte, er könne nicht glauben, dass ich Profifußballer war.“
Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit im Balanceakt
Der Vorfall bietet eine unerwartete Seite des Trainers, der bislang einen sicheren Start in seiner hochkarätigen Position hingelegt hat. In seinen ersten acht Spielen an der Stamford Bridge konnte er sechs Siege verbuchen. Rosenior betonte, dass er den Job ernst nehme und in vielen Belangen fordernd sei. Gleichzeitig hält er eine Portion Selbstironie für unverzichtbar.
„Das Leben ist zu kurz“, erklärte Rosenior. „Man muss das Leben genießen können. Man muss über sich selbst lachen können. Im Moment lachen eine Menge Leute in diesem Land über mich.“ Diese Fähigkeit zur Selbstironie in weniger intensiven Momenten könnte, so die implizite Hoffnung, das Teamgefüge stärken und sich in den entscheidenden, hochdruckbeladenen Phasen der Saison als Vorteil erweisen.
Während die Vorbereitung auf das heutige Samstagsspiel bei den Wolverhampton Wanderers im Molineux Stadium im Trainingszentrum Cobham im Vordergrund stand, blieb also auch Raum für eine lockere Stimmung. Roseniors Haltung wird als erfrischend in einer oft sehr ernsten Branche wahrgenommen. Ob er sein technisches Können künftig eher im Trainerbereich und weniger mit dem Fuß unter Beweis stellen wird, bleibt abzuwarten. Seine Einstellung könnte jedoch zu einem wertvollen Asset werden.