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Sport

Celtics bezwingen Nets in einem nervenaufreibenden Double-Overtime-Krimi

In einem packenden NBA-Match am Freitagabend im Barclays Center haben die Boston Celtics die Brooklyn Nets mit 130-126 in einem aufregenden Double-Overtime-Spiel besiegt. Das spannende Duell setzte die Celtics als starke Auswärtsteam in Szene und bot den Fans ein unvergessliches Spiel. Beide Teams gingen mit völlig unterschiedlichen Ausgangslagen in die Partie – während die Celtics frisch von einem soliden Sieg über Indiana kamen, hatten die Nets nach einer deutlichen Niederlage gegen die Knicks einiges gutzumachen.

Die Celtics standen vor der Partie vor einigen Fragezeichen in der Aufstellung. Neemias Queta, der Starting-Center des Teams, war zuvor als fraglich wegen einer nicht-Covid-bedingten Erkrankung gelistet worden. Doch kurz vor dem Spiel gab es Entwarnung, als Queta für den Einsatz freigegeben wurde. Diese Saison hat Queta mit 10,4 Punkten, 8,2 Rebounds und 1,3 Blocks pro Spiel deutlich Eindruck hinterlassen, was seine Bedeutung für die Defensive von Boston unterstreicht.

Ein weiteres Thema der Celtics war der Ausfall von Derrick White, der mit seiner konstanten Spielzeit und seiner Rolle als „Eisenmann“ des Teams bislang die meisten Minuten in dieser Saison absolviert hatte. Zudem fehlte Josh Minott aufgrund einer langwierigen Knöchelverletzung. Trotz dieser Ausfälle traten die Celtics mit ihrer gewohnten Entschlossenheit an.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Die Nets, die nach ihrer letzten Niederlage auf Wiedergutmachung aus waren, starteten stark. Das Rookie-Duo Egor Dëmin und Drake Powell erzielte zusammen 12 Punkte im ersten Viertel und sorgte für eine lebhafte Atmosphäre in der Halle. Trotz guter Teamarbeit und Ballbewegung der Celtics, die sieben ihrer ersten zehn Körbe nach Assists erzielten, konnte Brooklyn die Partie bis zum Ende des ersten Viertels ausgeglichen gestalten.

Im zweiten Viertel zogen die Nets durch schnelle Konter und die starke Leistung von Nolan Traore, der in nur sieben Minuten sieben Punkte erzielte, an den Celtics vorbei. Michael Porter Jr. kämpfte sich mit 13 Punkten zur Halbzeit zurück und auch Nic Claxton zeigte sich mit sechs Punkten, zwei Assists und zwei Blocks auf beiden Seiten des Feldes stark. Brooklyn ging mit einer 55-49-Führung in die Pause.

Doch die Celtics ließen nicht locker. Im dritten Viertel sorgte der Rookie Hugo Gonzalez mit einem wichtigen Defensivspiel und einem Fast-Break-Layup für die zwischenzeitliche Führung der Celtics. Auch wenn Brooklyn mit einer knappen 81-78-Führung ins letzte Viertel ging, kämpften die Celtics weiter um jede Punkt.

Drama pur in der Verlängerung

Das vierte Viertel entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Schlagabtausch. Traore, der mit 21 Punkten eine Karrierebestleistung aufstellte, hielt die Nets im Spiel. Kurz vor Schluss erzielte Claxton mit einem Put-Back den Ausgleich und brachte das Spiel in die erste Verlängerung. In der Overtime gelang es den Nets zunächst, mit einem entscheidenden Drei-Punkte-Wurf von Noah Clowney und wichtigen Freiwürfen von Traore und Ziaire Williams in Führung zu gehen. Doch Payton Pritchard, der ohne Derrick White eine größere Rolle übernahm, hielt Boston mit einem schnellen Drei-Punkte-Wurf im Spiel. Traore hatte die Chance, das Spiel mit einem Freiwurf zu entscheiden, versenkte jedoch nur einen von zwei und verschaffte den Celtics noch eine letzte Möglichkeit.

Mit nur 2,5 Sekunden auf der Uhr erzielte Gonzalez den dramatischen Ausgleich mit einem präzisen Drei-Punkte-Wurf aus der Ecke, nachdem Coach Joe Mazzulla einen cleveren Einwurfspielzug inszeniert hatte. „Er war einfach weit offen“, sagte Claxton nach dem Spiel und wirkte immer noch verwirrt über den Freiraum, den Gonzalez genutzt hatte.

Die zweite Overtime gehörte dann den Celtics. Pritchard, der mit 32 Punkten bester Werfer des Spiels wurde, und Jaylen Brown, der mit 27 Punkten, 10 Rebounds und 12 Assists ein Triple-Double verzeichnete, trafen in den entscheidenden Momenten. Gonzalez steuerte neben seinen 10 Punkten auch sieben Rebounds bei, inklusive des denkwürdigen Ausgleichs-Wurfs. Porter Jr. erzielte für Brooklyn 30 Punkte und Claxton steuerte 18 Punkte und 9 Rebounds bei, trotz einer schmerzhaften Verletzung am kleinen Finger.

Mit dem Schlusspfiff hatten die Celtics ihren 28. Sieg der Saison eingefahren und sich mit einer 130-126-Entscheidung den zweiten Platz in der Eastern Conference gesichert. Für die Nets war es eine knappe Niederlage, aber Trainer Jordi Fernández war stolz auf die Reaktion seines Teams. „Wir haben heute besser gespielt, das ist das Wichtigste“, sagte er.

Für Boston geht es nun im nächsten Spiel gegen die Chicago Bulls, wobei Derrick White voraussichtlich zurückkehren wird. Die Celtics müssen jedoch nach diesem Krimi mit einem anstrengenden Back-to-Back-Spielplan auf ihre Minuten achten. Die Nets werden sich dagegen auf ihr bevorstehendes Spiel gegen die Los Angeles Clippers vorbereiten.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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