Celtics besiegen Nets in dramatischem Doppel-Überzeit-Thriller in Brooklyn
Die Barclays Center in Brooklyn war am 23. Januar 2026 Schauplatz eines Basketball-Krimis, als die Boston Celtics die Brooklyn Nets in einem dramatischen Doppel-Überzeit-Spiel mit 130-126 besiegten. Vor einer ausverkauften Halle von 17.727 Zuschauern lieferten sich beide Teams ein intensives Duell, das erst nach zwei zusätzlichen Spielzeiten entschieden wurde. Am Ende waren es die Celtics, die von späten Fehlern der Nets profitierten und den Sieg sicherten.
Fehlende Nerven kosten Brooklyn den Sieg
Die Nets hatten sich nach einer der schlimmsten Niederlagen ihrer Geschichte, einem 66-120 gegen die New York Knicks, auf Wiedergutmachung eingestellt. Trotz einer anfänglichen Führung von bis zu elf Punkten und einer fünf Punkte Vorsprung mit nur noch fünf Sekunden auf der Uhr im ersten Überzeit, verpassten die Nets eine entscheidende Chance, das Spiel zu beenden. Statt absichtlich zu foulen, gaben sie Payton Pritchard die Gelegenheit, einen entscheidenden Drei-Punkte-Wurf mit 4,5 Sekunden verbleibend zu versenken. Danach, nach einem Split von Rookie Nolan Traore an der Freiwurflinie, ließ eine Kommunikationspanne die Celtics’ Hugo Gonzalez in der Ecke völlig frei. Gonzalez verwandelte den Wurf mit nur vier Zehntelsekunden auf der Uhr und glich zum zweiten Überzeit aus.
Nach der Partie zeigte sich Nic Claxton, der mit 18 Punkten und neun Rebounds eine starke Leistung zeigte, fassungslos über die defensive Panne. „Er war einfach viel zu offen. Er hat den Wurf getroffen“, sagte Claxton und fügte hinzu, dass er sich nicht erklären könne, wie es zu dieser freien Position kam. Der Fehler resultierte aus einer missverständlichen Deckung zwischen Michael Porter Jr. und Noah Clowney, wobei Porter zugab, dass es eine schlechte Ausführung war, die bei solch einem Spielstand nicht passieren dürfe.
Porter Jr. führte die Nets mit 30 Punkten und acht Rebounds an und zeigte auch in der Offensive Führungsqualitäten. Der Rookie Nolan Traore überzeugte ebenfalls, indem er 21 Punkte erzielte und so maßgeblich dazu beitrug, dass Brooklyn in die Verlängerung ging. Ziaire Williams legte 14 Punkte und acht Rebounds auf und trug mit seiner Energie und seinem Einsatz in der Verteidigung zum Team bei.
Für die Celtics war Payton Pritchard mit 32 Punkten der herausragende Spieler. Doch auch Jaylen Brown zeigte mit 27 Punkten, 12 Assists und neun Rebounds eine starke Leistung. Bostons unaufdringliches Teamspiel war entscheidend, da sie 35 Assists verzeichneten, während die Nets nur 22 verzeichneten. Trotz eines klaren Rückstands beim Rebound (41-58) zeigten die Celtics ihre Stärke durch eine hohe Trefferquote von 43% bei Drei-Punkte-Würfen und das gezielte Nutzen ihrer Chancen in der Crunch-Time.
Gonzalez’ entscheidender Wurf in der zweiten Überzeit und das Jubeln mit seinen Teamkollegen Baylor Scheierman und Pritchard war ein markantes Bild dieses packenden Spiels. Die Celtics’ Bankspieler wie Scheierman und Anfernee Simons steuerten wertvolle Defensivarbeit und Spielgestaltung bei, während Amari Williams nach dem finalen Buzzer voller Energie mit seinen Mitspielern feierte. Es war ein Sieg, der Bostons Tiefe und Entschlossenheit unter Beweis stellte, während die Nets durch die späten Fehler einmal mehr in der Verliererrolle landeten.
Die Nets kämpften erneut mit ihrer Wurfgenauigkeit jenseits der Drei-Punkte-Linie (30%), was im direkten Vergleich zu den Celtics (43%) einen entscheidenden Unterschied ausmachte. Trotz ihrer dominierenden Leistung unter den Körben und des Engagements ihrer jungen Spieler reichten die späten Versäumnisse in der Defensive nicht aus, um das Spiel zu gewinnen. Die Nets bleiben mit einer Bilanz von 12-31 und haben von den letzten 14 Spielen nur zwei gewonnen. Der Verlust festigte ihren Platz im Rennen um den hohen Draft-Pick, da sie nun 1,5 Spiele hinter Sacramento und 2,5 hinter Indiana liegen.
Für die Celtics stellt dieser Sieg eine wichtige Bestätigung ihrer Stärke dar. Der Erfolg war ein weiteres Zeichen ihrer Entschlossenheit, das angestrebte Playoff-Seeding zu sichern, während die Nets weiterhin mit ihrer jungen Mannschaft und deren Entwicklung kämpfen. Trotz des Dramas und der Aufregung, die dieses Spiel bot, bleibt das wichtigste Fazit für Brooklyn: Die Fehler in den letzten Minuten und die mangelnde Kommunikation in entscheidenden Momenten sind eine Lektion, die für die kommenden Wochen entscheidend sein wird.