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Sport

Celtics Auston Trusty erhält nach VAR-Überprüfung gegen Hearts Rote Karte

Die Entscheidung, Celtic-Verteidiger Auston Trusty im Spiel gegen Hearts mit einer Roten Karte zu bestrafen, sorgt für kontroverse Diskussionen. Der Vorfall ereignete sich, als Celtic mit 2:1 gegen die Tabellenführer von Derek McInnes in Gorgie führte. Landry Kabore wurde von Trusty gefoult, als er in den Strafraum brach. Schiedsrichter Steven McLean zeigte zunächst nur die Gelbe Karte, doch die VAR-Überprüfung durch John Beaton führte zu einer Roten Karte, da Trusty eine klare Torchance verhinderte. Später erzielte Claudio Braga das späte 2:2 gegen das dezimierte Celtic.

Die Kontroverse um den Roten Kartenschluss

Der Vorfall hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Laut den offiziellen SFA-Richtlinien für VAR-Entscheidungen müssen bei der Beurteilung eines Vergehens, das eine klare Torchance verhindert, Faktoren wie der Abstand zum Tor, die allgemeine Richtung des Spiels, die Wahrscheinlichkeit, dass der Angreifer den Ball kontrolliert, sowie die Position und Anzahl der Abwehrspieler berücksichtigt werden. Nach dem Spiel argumentierte Martin O’Neill, dass Liam Scales genug Zeit und Raum gehabt hätte, um Trustys Fehler zu kompensieren. Zudem sei der Ball bereits in eine ungünstige Richtung für Hearts abgeflogen.

Ehemalige SFA-Schiedsrichter wie Des Roache und Steve Conroy erklärten in ihrem Podcast „The Ref’s View“, dass die Entscheidung zur Roten Karte nicht eindeutig und offensichtlich war. Sie betonten, dass es sich um eine subjektive Entscheidung handelte, ob Scales den Stürmer hätte abdecken können und ob es wirklich ein klarer Torabschluss gewesen sei. „VAR hätte hier möglicherweise nicht eingreifen müssen“, so Roache und Conroy. Auch Pat Bonner, der frühere Celtic-Torwart, teilte diese Meinung: „Ich dachte nicht, dass es eine Rote Karte war. Scales war in einer Position, um den Stürmer zu decken“, sagte er bei BBC Sportsound.

Jedoch sah der ehemalige Hearts-Trainer Craig Levein die Entscheidung anders. Er argumentierte gegenüber Sky Sports, dass der Spieler von Hearts mit seiner nächsten Berührung für einen Torschuss bereit gewesen wäre. „Egal, ob er tatsächlich getroffen hätte, es war eine sehr gute Gelegenheit, und kein Celtic-Verteidiger konnte mehr eingreifen“, so Levein. Darren O’Dea, ein ehemaliger Celtic-Spieler, meinte ebenfalls, dass der Pass zu Kabore zwar „etwas abdriftete“, jedoch ausreichend Raum für einen Torschuss geblieben wäre.

Insgesamt haben die Reaktionen auf die Roten Karte unterschiedliche Perspektiven hervorgebracht, wobei viele Experten anerkennen, dass die Entscheidung möglicherweise durch die VAR-Überprüfung beeinflusst wurde. Letztlich bleibt die Frage, ob der Eingriff des Schiedsrichters und des VAR-Teams gerechtfertigt war, angesichts der subjektiven Natur der Entscheidung.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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