Celtic und der rote Kartenvorfall mit Auston Trusty: Entscheidung der Jury und VAR-Anhörung im Fall Martin O’Neill
Der Vorfall, bei dem Auston Trusty von Celtic im Spiel gegen Hearts mit einer roten Karte bedacht wurde, hat nun eine endgültige Entscheidung der Jury erhalten. Das Urteil kommt nach der Anhörung im Fall von Martin O’Neill, der sich über eine VAR-Intervention beschwert hatte.
Die Entscheidung und die Kontroverse rund um den Vorfall
Die Diskussion über die Entscheidung von Schiedsrichter Steven McLean nahm Fahrt auf, als der Vorfall in der 2. Halbzeit des Spiels näher betrachtet wurde. Keith Jackson, ein erfahrener Kommentator, meinte, dass der Eingriff des VAR-Systems, der zur Roten Karte führte, nicht notwendig gewesen wäre, wenn die Schiedsrichter die Situation richtig eingeschätzt hätten. „Landry Kabore war gut 10 bis 15 Yards vor Liam Scales und auch Dane Murray war nicht so nah wie O’Neill es darstellt“, sagte Jackson, der anmerkte, dass der eigentliche Überraschungsmoment nicht der Vorfall selbst, sondern die Tatsache war, dass der Schiedsrichter den VAR zu Rate zog.
Michael Gannon hingegen vertrat die Ansicht, dass der VAR-Entscheid gerechtfertigt war. „Es gibt sicherlich ein Argument, dass Kabore vom Tor wegbewegte, was möglicherweise eine Abdeckung ermöglichte, aber es sah nach einer klaren Torchance aus. Der VAR griff richtig ein“, so Gannon. Auch Scott Burns zeigte Verständnis für die Entscheidung des VAR-Teams und sagte, dass es sich um eine borderline-Situation gehandelt habe. „Wenn der Spieler von Hearts nicht zu Boden gegangen wäre, hätte er womöglich einen Schuss aufs Tor abgegeben“, erklärte Burns.
Ryan McDonald, der vor Ort im Stadion war, berichtete, dass sich Trusty bereits auf dem Weg zum Tunnel befand, als der Schiedsrichter den Monitor konsultierte. „Jeder im Stadion hatte bereits damit gerechnet, dass eine direkte Rote Karte ausgesprochen wird“, fügte McDonald hinzu.
Ausblick auf die aktuelle Situation der Teams und die Transfersituation
Abseits des Vorfalls gibt es weitere Gespräche über die aktuelle Form von Celtic und die Situation bei den Rangers. Keith Jackson erklärte, dass es für Trainer Russell Martin wichtig sei, weitere Verstärkungen zu bekommen, um den Kurs zu stabilisieren. „Er hat mit dem, was von Martin übrig geblieben ist, ein kleines Wunder vollbracht, aber er könnte ein oder zwei Verstärkungen gebrauchen, um all seine harte Arbeit in greifbare Erfolge umzuwandeln“, meinte Jackson.
Die Rangers, die in dieser Saison etwa 50 Millionen Pfund ausgegeben haben, sehen sich nach Ansicht von Michael Gannon als das derzeit beste Team in Form. „Sie haben das Potenzial, der Verein zu sein, der noch zu schlagen ist“, sagte Gannon, während Scott Burns hinzufügte, dass Rangers auf der Suche nach weiteren Verstärkungen im Angriff und im Mittelfeld sind.
Während der Transferperiode zeigt sich auch, dass mehrere schottische Teams verstärkt auf Spieler zugehen. So steht der Spieler Maswanhise von Motherwell unter Beobachtung. „Ich wäre erstaunt, wenn er noch nach dem 2. Februar bei Motherwell bleibt. Die Old Firm wird mit Sicherheit um ihn kämpfen“, sagte Burns.
Abschließend blickte Ryan McDonald auf die Kellerteams der Liga, insbesondere Livingston und Kilmarnock, die sich in einer schwierigen Lage befinden. „Livingston hat nur eines von 23 Spielen gewonnen und sieht nun wie ein sicherer Absteiger aus. Kilmarnock hingegen könnte in den Relegations-Playoffs landen, aber sie haben noch genug Qualität, um zu überleben“, so McDonald. In ähnlicher Weise stimmte Michael Gannon zu, dass Livingston sich kaum aus der Misere befreien kann und Kilmarnock schweres Terrain vor sich hat.