Celtic kritisiert VAR-Entscheidung bei Auston Trustys roter Karte und fordert Klärung
Die Verantwortlichen von Celtic Glasgow haben sich empört über die Rolle des VAR-Schiedsrichters John Beaton bei der roten Karte für Auston Trusty im Spiel gegen Hearts geäußert. Der Club erklärte, dass Beaton mit seiner Intervention gegen Trusty „nicht im Einklang mit den Regeln“ gehandelt habe.
Proteste nach roter Karte und abgelehntem Einspruch
Die Rangers-Clubführung reagierte enttäuscht auf die Ablehnung ihres Einspruchs gegen die rote Karte. Trusty war im Spiel gegen Hearts am Sonntag (Tynecastle) für ein Foul an Landry Kabore zunächst mit einer Gelben Karte belegt worden. Doch nach einer Rückmeldung von Beaton im VAR-Raum entschied sich der Schiedsrichter Steven McLean, den Vorfall am Monitor zu überprüfen. Dies führte dazu, dass die gelbe Karte auf Rot umgewandelt wurde, da Trusty den klaren Torschuss von Kabore vereitelt hatte. Claudio Braga erzielte daraufhin das späte 1:1-Unentschieden für Hearts gegen das nun dezimierte Celtic.
In seiner Stellungnahme nach dem Spiel erklärte Martin O’Neill, dass die Schiedsrichterentscheidung fehlerhaft gewesen sei. Celtic stimmte dieser Ansicht zu und brachte ihre Proteste bei der Scottish Football Association (SFA vor. Doch der SFA-Kuratorium wies den Einspruch zurück, indem die Entscheidung des Schiedsrichters McLean bestätigt wurde.
Der Club reagierte mit einer Erklärung, in der es hieß: „Celtics Einspruch gegen die rote Karte für Auston Trusty im Unentschieden gegen Hearts wurde nach einer Anhörung bei der Scottish FA heute (Dienstag) abgelehnt. Wir sind eindeutig enttäuscht über den Ausgang der heutigen Anhörung.“
Regelung zum VAR-Interventionsstandard in Frage gestellt
Der Verein argumentierte, dass die Entscheidung des VAR, in den Vorfall einzugreifen, nicht im Einklang mit den festgelegten Regeln stehe. „Das VAR-Protokoll verlangt, dass der Video-Assistent nur dann eingreift, wenn ein ‚klarer und offensichtlicher Fehler‘ vorliegt. Es ist schwer nachvollziehbar, wie die ursprüngliche gelbe Karte als klarer und offensichtlicher Fehler angesehen werden kann. Daher war die Intervention des VAR-Teams nicht regelkonform“, hieß es in der Erklärung von Celtic.
Obwohl der Verein das schriftliche Urteil noch erwartet, kündigte man an, weitere Gespräche mit der SFA zu führen, um die Beweggründe hinter dieser Entscheidung und anderen ähnlichen Vorfällen zu klären.
In der Zwischenzeit geht der schottische Fußball weiter und die Diskussionen um den Vorfall bleiben ein heißes Thema in den Medien. Es bleibt abzuwarten, wie die SFA auf die anhaltende Kritik reagieren wird.