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Sport

Celtic fordert frühere Spielabsagen nach spätem Aberdeen-Abbruch

Der schottische Fußballverband SPFL steht nach der späten Absage des Spiels zwischen Aberdeen und Celtic unter Druck. Der für Mittwochabend angesetzte Liga-Klassiker in Pittodrie fiel um 16 Uhr nach einem Platzcheck wegen starken Regens aus – zu einem Zeitpunkt, als bereits hunderte Celtic-Fans in der nordöstlichen Stadt eingetroffen waren.

Frage nach dem Protokoll

Celtic hat nun offiziell beim Verband nachgefragt, ob die geltenden Pitch Inspection Protocols korrekt eingehalten wurden. In einer Stellungnahme erklärte der Glaswiger Club, man habe die Angelegenheit beim SPFL angesprochen, um zu verstehen, warum die Entscheidung so spät fiel.

Laut Medienberichten hatte Aberdeen den SPFL bereits gegen 13:30 Uhr kontaktiert, um eine frühere Inspektion zu erbitten. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch kein Schiedsrichter verfügbar, um den Platz zu begutachten. Erst gegen 16 Uhr fiel dann der offizielle Beschluss.

Dies führte dazu, dass viele enttäuschte Anhänger die lange Heimreise antreten mussten. Celtic entschuldigte sich in ihrer Erklärung ausdrücklich bei diesen Fans und dankte ihnen für ihre Unterstützung.

Aberdeens Geschäftsführer Alan Burrows hatte sich seinerseits bereits für die späte Absage entschuldigt. Die Kritik von Celtic zielt jedoch nicht auf das Wetter, sondern auf den Prozess der Entscheidungsfindung ab.

Forderung nach verbesserten Abläufen

„Es ist unserer Ansicht nach unbedingt erforderlich, dass Spielabsagen früher getroffen werden können“, heißt es in der Celtic-Stellungnahme weiter. Der Club zeigte sich zwar verständnisvoll für die Absage an sich, kritisierte aber deutlich den zeitlichen Ablauf.

Die Kernfrage, die nun der SPFL beantworten muss, ist, ob alle vereinbarten Schritte des Inspektionsprotokolls ordnungsgemäß befolgt wurden. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die logistischen Herausforderungen bei kurzfristigen Spielabsagen in der schottischen Premiership, insbesondere bei weiten Anreisewegen.

Die Liga und die Vereine stehen vor der Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen der Sicherstellung spielfähiger Plätze und der Vermeidung unnötiger Unannehmlichkeiten für die Fans zu finden. Dieser Fall in Aberdeen dürfte die Diskussion über mögliche Verfahrensverbesserungen befeuern.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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