Bucks beenden Durststrecke und feiern ersten Dreier im Saisonverlauf
Für die Milwaukee Bucks war es mehr als nur ein Sieg. Am 6. Februar 2026 besiegten sie die Indiana Pacers mit 105:99 und sicherten sich damit den ersten Dreiersieg der laufenden NBA-Saison. Diesen Meilenstein hatte das Team zuvor in vier Anläufen verpasst.
Die Pacers, die mit einer 13-39-Bilanz aus dem Spiel gingen, leisteten in der Schlussphase erbitterten Widerstand. Einem 20-Punkte-Vorsprung Milwaukees zum Ende des dritten Viertels setzten sie eine Aufholjagd entgegen. Andrew Nembhard, der im letzten Viertel 18 seiner 22 Punkte erzielte, brachte Indiana auf 103:99 heran, ehe eine Abstimmung zwischen Gary Harris und Bobby Portis den Sieg für die Bucks besiegelte.
Verletzungspech prägt die Begegnung
Beide Teams traten deutlich geschwächt an. Den Pacers fehlten der All-Star Tyrese Haliburton (Achillessehne), Obi Toppin (Fuß) sowie die kurz vor einem Wechsel zu den LA Clippers stehenden Isaiah Jackson und Bennedict Mathurin. Der erwartete Tausch gegen Ivica Zubac war noch nicht vollzogen, sodass dieser nicht zur Verfügung stand.
Milwaukee musste erneut auf den verletzten Superstar Giannis Antetokounmpo verzichten, der seit dem 23. Januar mit einer Wadenzerrung ausfällt. Coach Doc Rivers zeigte sich zwar optimistisch („Er kommt zum Einsatz, wenn er gesund ist – er ist nah dran“), nannte aber kein konkretes Rückkehrdatum. Immerhin kehrten Bobby Portis (Hüfte) und Gary Harris (Oberschenkel) zurück.
Portis erwies sich mit 21 Punkten von der Bank als entscheidend. Topscorer war jedoch Kevin Porter Jr. mit 23 Punkten. Ryan Rollins steuerte 22 Punkte bei, und Jericho Sims fing als Ersatz für den angeschlagenen Kyle Kuzma karrierehohe 15 Rebounds. Acht verschiedene Spieler der Bucks trafen mindestens einen Korb.
Bei den Pacers ragte Pascal Siakam mit 19 Punkten heraus. Myles Turner, ein ehemaliger Buck, kam auf neun Punkte und zehn Rebounds, wurde in der entscheidenden Phase aber kaum eingesetzt.
Psychologischer Wendepunkt für die Bucks
Der Sieg bedeutete für Milwaukee (21-29) einen wichtigen psychologischen Schub. „Das ist verrückt“, sagte Doc Rivers nach dem Spiel und griff auf ein altes Motto zurück: „Gewinnen ist wie ein Deodorant – es überdeckt viele Dinge, die manchmal stinken.“ Die Mannschaft spiele jetzt lockerer und freier.
Kevin Porter Jr. betonte die verbesserte Haltung in knappen Schlussphasen: „Hauptsache, wir reagieren nicht über. Solange wir gelassen bleiben und unser Spiel durchziehen, ist das der größte Unterschied.“ Die Bucks hatten in den beiden Spielen zuvor bereits 131 und 141 Punkte erzielt und fanden nun auch in engen Situationen die nötige Ruhe.
Für Indiana hingegen setzt sich eine enttäuschende Serie fort. Die Niederlage in Milwaukee war bereits die dritte in Folge, und die Auswärtsbilicht verschlechterte sich auf 3:21. Der geplante Trade für Zubac deutet auf eine langfristige Neuausrichtung des Franchise hin, das in dieser Saison erheblich mit Personalsorgen zu kämpfen hat.
Im direkten Duell behalten die Bucks in dieser Saison mit 3:0 die Oberhand. In den vergangenen beiden Regular Seasons führten sie 6:1 gegen Indiana, auch wenn die Pacers im letzten Playoff-Duell siegreich blieben. Mit Blick auf die nahende All-Star-Pause hofft Milwaukee nun, den Schwung mitzunehmen und auf eine baldige Rückkehr von Antetokounmpo. Die Pacers müssen derweil versuchen, ihr Schiff in der zweiten Saisonhälfte wieder zu stabilisieren.