Brendan Rodgers setzt auf Flexibilität im Saudi Pro League-Start und lässt Celtic-Fehler hinter sich
Brendan Rodgers hat eine taktische Wendung vollzogen, um den Erfolg bei seinem neuen Arbeitgeber, dem saudi-arabischen Verein Al Qadsiah, zu sichern. Der ehemalige Celtic-Trainer ist erst seit wenigen Wochen im Amt und hat bereits in seinen ersten fünf Spielen 10 Punkte gesammelt. Dabei erklärte er, dass er gezwungen war, seine bevorzugte 4-3-3-Aufstellung vorerst abzulegen und stattdessen auf ein 3-5-2-System umzustellen, das besser zu den verfügbaren Spielern passt.
Rodgers, bekannt für seine offensive Spielweise und seine Neigung zu Ballbesitz und schnellem Angriff, musste einsehen, dass die Spieler, die ihm zur Verfügung stehen, nicht die Anforderungen seines traditionellen 4-3-3-Systems erfüllen können. „Manchmal muss man seine Taktik an die Stärken der Spieler anpassen“, sagte der Trainer vor einem bevorstehenden Ligaspiel gegen Al-Fayha. „Aktuell sind diese Spieler besser für ein 3-5-2 geeignet, was ihre Stärke widerspiegelt.“ Diese Erkenntnis kam nur wenige Monate nach der missglückten Amtszeit von Wilfried Nancy bei Celtic, die von einer zu starren taktischen Ausrichtung geprägt war.
Ein schmerzhafter Abschied von Celtic
Im Oktober 2023 musste Nancy, der nur acht Spiele als Trainer der Schotten absolvierte und sechs davon verlor, seinen Posten räumen. Der Franzose hatte an seiner bevorzugten 3-4-3-Formation festgehalten, die er erfolgreich bei Columbus Crew in der MLS eingesetzt hatte. Doch in Glasgow brachte diese Strategie den Klub nicht voran, was letztlich zu seiner Entlassung führte.
Rodgers, der in seiner Karriere in der Vergangenheit oft auf das 4-3-3-System setzte, erklärte, dass er auch bei Al Qadsiah das Ziel habe, in diese Formation zurückzukehren. Allerdings betonte er, dass er das System nicht erzwingen werde, solange es nicht mit den Stärken seiner aktuellen Spieler harmoniert. „Es geht nicht so sehr um das System, sondern um den Stil“, fügte er hinzu. „Ob wir in einem 3-5-2, 4-3-3 oder 3-4-3 spielen, mein Stil bleibt offensiv, aggressiv und diszipliniert.“ Damit stellt er sicher, dass er seine Spieler nicht in ein System zwingt, das sie nicht umsetzen können, um auf lange Sicht Erfolg zu haben.
Inmitten des schnellen Starts in der Saudi Pro League zeigt sich, dass Rodgers trotz der Anpassung seines Systems zu Beginn in der Lage ist, erfolgreich zu arbeiten und seinem neuen Team seinen taktischen Plan schrittweise näherzubringen. Die Flexibilität und der pragmatische Ansatz, die er nun an den Tag legt, stehen in starkem Kontrast zu Nancy’s starrer Haltung, die den ehemaligen Celtic-Coach das Amt kostete.