Bologna kämpft sich zu einem 2:2-Unentschieden gegen Celtic in einem Europa-League-Krimi
Am 22. Januar 2026 erlebte das Stadio Renato Dall’Ara in Bologna ein dramatisches Europa-League-Match, das die Zuschauer atemlos zurückließ. In einem packenden Spiel gegen Celtic, das beide Teams dringend benötigten, um ihre Chancen auf das Weiterkommen in der UEFA Europa League zu wahren, trennten sich die Mannschaften mit einem 2:2-Unentschieden. Die Partie bot jede Menge Spannung und ließ die Qualifikationsmöglichkeiten beider Klubs für die K.o.-Runde weiterhin offen.
Die Ausgangslage vor diesem wichtigen Matchday-7-Treffen war klar: Bologna befand sich mit 11 Punkten aus sechs Spielen auf dem 13. Platz der Gruppenphase und brauchte einen Sieg, um sich möglicherweise einen Platz in der nächsten Runde zu sichern. Celtic lag mit nur 7 Punkten auf dem 24. Platz und wusste, dass eine Niederlage ihre Chancen auf das Weiterkommen fast auf Null reduzieren würde. Bologna war nach einer 1:2-Niederlage gegen Fiorentina in der Serie A mit gemischten Gefühlen in das Spiel gegangen, während Celtic mit drei Siegen in Folge, darunter ein 2:0-Erfolg im schottischen Pokal gegen Auchinleck Talbot und ein 1:0-Sieg gegen Falkirk, optimistisch anreiste.
Das Aufeinandertreffen war von Verletzungen und taktischen Anpassungen geprägt. Bologna musste auf mehrere Schlüsselspieler verzichten, darunter Federico Bernardeschi (Schulterverletzung), Martin Vitik (Muskelprobleme) und Jhon Lucumi (Beinprobleme). Auch Santiago Castro war wegen einer Grippe ausgefallen, und Eivind Helland hatte Sperre. Auf der anderen Seite kämpfte Celtic mit einer langen Verletztenliste, zu der Kelechi Iheanacho, Jota, Marcelo Saracchi, Callum Osmand, Alistair Johnston und Cameron Carter-Vickers gehörten. Die neuen Verpflichtungen Julian Araujo und Stephen Welsh durften in der Europa League nicht mitspielen.
Beide Trainer sahen sich gezwungen, ihre Aufstellungen anzupassen. Bologna begrüßte Lukasz Skorupski nach über zwei Monaten Pause zurück im Tor. Die Abwehr bildeten Zortea, Heggem, Casale und Miranda. Im Mittelfeld agierten Lewis Ferguson, Moro und Pobega, während Jonathan Rowe, Thijs Dallinga und Benja Dominguez die Angriffsreihe bildeten. Bei Celtic stand der erfahrene Kasper Schmeichel im Tor, unterstützt von einer Abwehrreihe aus Donovan, Trusty, Scales und Tierney. Im Mittelfeld spielten McGregor, Hatate und Engels, und die Angreifer Maeda, Yang Hyunjun und Sebastian Tounekti setzten Akzente.
Drama in der ersten Halbzeit
Die Partie begann mit hohem Tempo, und beide Teams versuchten, schnell die Kontrolle zu übernehmen. Doch es war Celtic, das bereits in der 5. Spielminute in Führung ging, als ein Fehler in der Bologna-Abwehr es Reo Hatate ermöglichte, den Ball im Strafraum zu erobern und sicher an Skorupski vorbeizuschießen. Der frühe Treffer beflügelte die Schotten, die nun mit hohem Druck agierten und Bologna in die Defensive drängten.
In der 40. Minute gelang Celtic sogar das 2:0. Auston Trusty erzielte nach einer Ecke mit einem kräftigen Kopfball den zweiten Treffer und schockierte die heimischen Fans. Doch das Spiel nahm eine dramatische Wendung, als Hatate kurz vor der Pause mit einer rücksichtslosen Tackling-Aktion eine direkte Rote Karte sah, sodass Celtic fortan nur noch mit zehn Spielern weiterspielen musste.
Zur Halbzeit war die Stimmung im Stadion gespannt. Bolognas Trainer Vincenzo Italiano forderte von seiner Mannschaft eine Reaktion: „Es gibt keinen Grund zur Verzweiflung. Ich will eine Reaktion gegen Celtic sehen. Ich will das wahre Bologna sehen.“ Die zweite Halbzeit sollte ihm diese Reaktion liefern.
Mit den Fans im Rücken startete Bologna eine furiose Aufholjagd, dominierte das Spielgeschehen und erspielte sich Chancen am laufenden Band. Celtic verteidigte tief und setzte auf Schmeichels Paraden, um den Druck zu überstehen. Doch in der 58. Minute gelang Bologna endlich der Anschlusstreffer: Thijs Dallinga schnappte sich einen Abpraller und traf zum 2:1. Das Stadion kochte, und die Hoffnung auf eine Wende lebte wieder auf.
Bologna drängt, Celtic wehrt sich tapfer
Nun war Bologna nicht mehr zu bremsen. Die Hausherren drängten weiter auf den Ausgleich und setzten Celtic zunehmend unter Druck. In der 73. Minute war es Jonathan Rowe, der nach einer Serie von Angriffen den verdienten Ausgleich erzielte. Das Publikum feierte wie bei einem Sieg, und Bologna war nun dem Dreier näher denn je.
In den letzten Minuten stürmte Bologna weiter, brachte frische Kräfte und dominierte das Spiel. Doch Schmeichel und die Celtic-Abwehr verteidigten heldenhaft. Jede Schuss- und Flankenmöglichkeit wurde blockiert, und trotz der zahlreichen Versuche gelang es Bologna nicht, den Siegtreffer zu erzielen.
Am Ende stand das 2:2-Unentschieden, das für beide Teams gemischte Gefühle hervorrief. Bologna zeigte eine kämpferische Leistung und kam zurück, doch die verpassten Chancen zum Sieg bleiben ein Wermutstropfen. Celtic, obwohl mit zehn Mann und in der Defensive gefordert, konnte stolz auf seine Widerstandskraft und Disziplin sein, die es ihnen ermöglichten, einen wichtigen Punkt zu entführen.
„Es war ein schwieriges Spiel, vor allem auswärts und gegen einen so starken Gegner“, sagte Celtic-Trainer Martin O’Neill nach dem Spiel. „Wir haben uns eine schwierige Aufgabe gestellt, aber wir haben noch eine Chance, und wir müssen alles daransetzen, weiterzukommen.“ Vincenzo Italiano lobte die Moral seiner Spieler, betonte aber, dass noch Arbeit nötig sei, um die Qualifikation zu sichern.
Mit einem letzten Spieltag in der Gruppenphase bleibt es spannend, wer sich für die K.o.-Runden qualifizieren wird. Der heutige Abend hat einmal mehr gezeigt, dass in der Europa League immer mit überraschenden Wendungen zu rechnen ist.