Arsenal festigt Tabellenführung mit souveränem Heimsieg gegen Sunderland
Ein Doppelpack des eingewechselten Viktor Gyökeres hat Arsenal London am Samstagnachmittag einen wichtigen 3:0-Heimsieg im Premier-League-Spitzenspiel gegen Sunderland beschert. Der schwedische Stürmer traf in der 68. Minute und in der Nachspielzeit und machte damit den frühen Führungstreffer von Martín Zubimendi (35.) perfekt.
Verletzungspech überschattet taktische Duelle
Die Partie war von personellen Engpässen und Verletzungen geprägt. Bei den Gunners fehlten neben dem langfristig verletzten Mikel Merino (Fuß) und Max Dowman (Knöchel) auch die angeschlagenen Schlüsselspieler Bukayo Saka (Hüfte) und Martin Odegaard (Prellung). Sunderland musste auf Jocelin Ta Bi, Granit Xhaka und Bertrand Traore verzichten. Die Verletzungen setzten sich im Spiel fort: Arsenal-Stürmer Leandro Trossard musste ausgewechselt werden, bei den Gästen benötigten Enzo Le Fée und Reinildo Mandava Behandlung.
Die körperliche Härte des Spiels spiegelte sich auch in drei gelben Karten wider, die an Brian Brobbey und Habib Diarra von Sunderland sowie an William Saliba von Arsenal vergeben wurden. Trotz der Unterbrechungen bewahrten die Hausherren stets die Kontrolle.
Sunderland kann Druck nicht in Chancen ummünzen
Arsenal begann von der ersten Minute an dominierend und zwang den Aufsteiger tief in die eigene Hälfte. Nach Zubimendis Führungstreffer per Fernschuss versuchte Sunderland, vor allem durch Brobbey und Diarra, gegenzuhalten. Torhüter David Raya musste einige Male eingreifen, doch die Abwehr um Saliba und Gabriel stand sicher. Sunderlands beste Gelegenheiten verfehlten das Tor knapp, unter anderem durch Mukiele und Diarra.
Die statistische Überlegenheit der Gunners war am Ende deutlich: Sie hatten mehr Ballbesitz, schossen öfter und wirkten insgesamt gefährlicher. Nach der 2:0-Führung durch Gyökeres, nach Vorarbeit von Kai Havertz, war der Ausgang praktisch besiegelt. Sunderland-Coach Regis Le Bris reagierte mit mehreren Offensivwechseln und brachte Nilson Angulo, Wilson Isidor und Romaine Mundle, doch eine echte Wende blieb aus. In der Schlussphase vollendete Gyökeres nach Zuspiel von Gabriel Martinelli dann den deutlichen Erfolg.
Ein kleiner, aber lebendiger menschlicher Detailpunkt war die Freude der Emirates-Fans über den Sommer-Neuzugang Zubimendi, der sich mit seinem Tor und seinem Spiel weiter in ihre Herzen schoss.
Mit diesem Sieg festigt Arsenal die Tabellenführung mit nun 56 Punkten aus 25 Spielen. Die Mannschaft von Mikel Arteta blickt mit 16 Siegen, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen optimistisch auf die verbleibende Saison, zumal man im Rennen um den Titel auf mehreren Fronten steht – erst in der vergangenen Woche hatte man sich durch ein spätes 1:0 gegen Chelsea im Carabao Cup für das Finale qualifiziert.
Sunderland, der Neuaufsteiger, zeigt dennoch eine bemerkenswerte Saison. Trotz der Niederlage verbleibt das Team von Regis Le Bris mit 36 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und liegt nur vier Punkte hinter den Champions-League-Rängen. Die jüngste Form, darunter ein 3:0-Sieg gegen Burnley, lässt die europäischen Ambitionen weiterhin realistisch erscheinen. Die historische Bilanz zwischen den Clubs spricht allerdings klar für Arsenal: In den letzten 18 Aufeinandertreffen gab es nur einen Sunderland-Sieg bei sechs Unentschieden.
Die Partie, die aufgrund der UK-weiten 15-Uhr-Blackout-Regel nicht live im britischen Fernsehen gezeigt wurde, konnten internationale Zuschauer über Streaming-Dienste wie Peacock Premium (USA), Fubo (Kanada) und Stan Sport (Australien) verfolgen.