Toshiba strebt bis 2030 einen Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar in der Quantenkryptographie an. 

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Von Makiko Yamazaki

TOKYO (Reuters) – Toshiba Corp (T: 6502) gab am Montag bekannt, dass das Unternehmen mit seiner fortschrittlichen kryptografischen Technologie für den Datenschutz bis 2030 einen Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar erzielen will, da das weitläufige japanische Konglomerat nach zukünftigen Wachstumstreibern sucht.

Die Cyber-Sicherheitstechnologie, die als Quantenschlüsselverteilung (QKD) bezeichnet wird, nutzt die Natur der Quantenphysik, um zwei entfernten Parteien kryptografische Schlüssel zur Verfügung zu stellen, die gegen Cyberangriffe durch Quantencomputer immun sind.

Toshiba geht davon aus, dass der globale QKD-Markt in 10 Jahren mit dem Fortschritt der Quantencomputer auf 12 Milliarden US-Dollar wachsen wird, deren enorme Rechenleistung herkömmliche mathematische kryptografische Schlüssel, die üblicherweise in den Bereichen Finanzen, Verteidigung und Gesundheitswesen verwendet werden, leicht entschlüsseln könnte.

Das Unternehmen hofft, die weltweite Nachfrage nach fortschrittlichen kryptografischen Technologien zu befriedigen, da die Cybersicherheit in der nationalen Verteidigung an vorderster Front steht. China baut die Netzwerkinfrastruktur für QKD aggressiv aus, einschließlich Quantensatelliten, die Quantensignale weiterleiten.

Das Unternehmen hat sich mit Verizon Communications Inc (N: VZ) in den USA und BT Group (L: BT) in Großbritannien in QKD-Pilotprojekten zusammengetan und befindet sich in Gesprächen mit einem anderen Telekommunikationsunternehmen in Südkorea.

Seit einer Krise infolge des Bankrotts des US-Atomgeschäfts im Jahr 2017 hat Toshiba eine Reihe von Umstrukturierungsschritten durchgeführt, darunter den Verkauf seines Geschäfts mit Laptops und Fernsehgeräten.

Es konzentriert sich jetzt auf Unternehmen der öffentlichen Infrastruktur, die einem durch den Ausbruch des Coronavirus ausgelösten globalen wirtschaftlichen Einbruch standhalten.

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