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Siemens-Aktie: Zahlen, Proteste und ESG-Investing im Fokus

Die Aktie von Siemens ist und bleibt in den Schlagzeilen. Neben der üblichen Proteste der letzten Wochen und dem unweigerlichen medialen Fokus, der von der Lieferung an eine groß angelegte australische Mine herrührt, sind es nun auch wieder andere Dinge, die relevant werden.

Siemens-Aktie: Zahlen, Proteste und ESG-Investing im FokusSiemens-Aktie: Zahlen, Proteste und ESG-Investing im Fokus

Insbesondere die Hauptversammlung und damit einhergehend die Dividende ist in diesen Tagen spannend, wobei auch hier an Kritik nicht gespart worden ist. Daneben sind es außerdem frische Quartalszahlen, die Investoren an den operativen Alltag erinnern können.

Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf einige aktuelle Zahlen. Allerdings auch auf weitere Proteste sowie das ESG-Investing, das ebenfalls im Münchener Mischkonzern verankert ist.

Zahlen, Daten, Fakten

Grundsätzlich konnte Siemens zunächst ein gemischtes Quartal zum Auftakt des Geschäftsjahres 2020 präsentieren. Die Umsätze hielten sich zwar weitgehend konstant und stiegen sogar nominal um 1 % auf 20,3 Mrd. Euro. Das angepasste EBITDA der industriellen Geschäfte sank jedoch um 30 % im Jahresvergleich auf lediglich 1,42 Mrd. Euro. Insgesamt erfüllten diese Kennzahlen daher nicht die Erwartungen der Analysten.

Knock-Outs zur Siemens Aktie

Kurserwartung

Siemens-Aktie wird steigen
Siemens-Aktie wird fallen
Höhe des Hebels

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Erwähnenswert ist dabei womöglich noch, dass das Ergebnis je Aktie um 6 % auf 1,33 Euro innerhalb dieses Quartals geklettert ist. Der Auftragsbestand befinde sich zudem auf einem Rekordniveau, wie Siemens direkt in den ersten Zeilen preisgegeben hat, innerhalb dieses Quartals gingen die Auftragsvolumina nominell allerdings moderat zurück.

Insgesamt daher ein gemischtes Quartal, wobei insbesondere der hohe Auftragseingang bei der Konzern-Tochter Siemens Gamesa zu betonen ist. Im Bereich der Renewable Energy konnten die Eingänge um 82 % auf über 4,6 Mrd. Euro zulegen. Ein starkes Segment in einem insgesamt durchwachsenen Quartal.

Die Proteste gehen weiter!

Neben den Zahlen, der Dividende und auch der Hauptversammlung waren jedoch auch weiterhin die Proteste an der umstrittenen Beteiligung an der Fertigstellung beziehungsweise der Lieferung einer Signaltechnikanlage im Fokus der Medien. Bei der Hauptversammlung gab es dabei erneut Demonstrationen sowie eine Menschenkette, um ein Zeichen des Boykotts dieser Veranstaltung zu setzen. Ob das verhältnismäßig ist für eine ca. 20 Millionen schwere Lieferung, die spielend einfach durch einen anderen Namen ersetzt werden könnte? Darüber kann man trefflich streiten.

Siemens-CEO Kaeser jedenfalls hat im Rahmen der Hauptversammlung ein klares Statement gesetzt. So mute es fast schon grotesk an, dass man durch ein Signaltechnikprojekt in Australien zur Zielscheibe zahlreicher Umweltaktivisten geworden sei. Zudem widerspricht Kaeser vehement der Annahme, dass durch die Verweigerung der Lieferung der Bau der australischen Mine gestoppt werden könnte. Wie gesagt, im Endeffekt handelt es sich dabei lediglich um eine ersetzbare Signaltechnikanlage.

Wie Kaeser jedoch ebenfalls betont, würde man die Entscheidung heute wohl anders treffen. Zudem spielten Fragen der Umwelt, soziale Themen und auch der guten Unternehmensführung im Rahmen eines sogenannten ESG-Investings generell bei Siemens eine große Rolle, wie Kaeser betonte. Ob das die Umweltaktivisten beruhigt, bleibt dabei wohl eine andere Frage.

Wenn der operative Alltag in den Hintergrund rückt

Es ist bemerkenswert, wie der operative Alltag bei Siemens in diesen Tagen in den Hintergrund rückt. Die Proteste, auch bei der Hauptversammlung, haben wenig medialen Kontext zu Zahlen, Aussichten oder auch der Dividende zugelassen, vordergründig waren es die Demonstrationen, die hier mitgeschwungen sind.

Langfristig sollten sich Investoren jedoch vermutlich wieder auf das besinnen, das bei der Siemens-Aktie wichtig ist. Neben der strategischen und vermutlich auch umweltfreundlicheren Ausrichtung sind das Zahlen, die hier als Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg des Konzerns dienen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020

Quelle: www.siemens.com/presse