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Ölpreise steigen leicht – Opec+ steht möglicherweise vor Förderkürzung

SINGAPUR (dpa-AFX) – Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel leicht gestiegen. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Frage, wie der Rohölverbund Opec+ auf den deutlichen Preisrückgang seit Jahresbeginn reagieren wird. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 55,28 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 27 Cent auf 51,22 Dollar.

Seit Jahresbeginn sind die Ölpreise in einem schwankungsanfälligen Handel um 16 Prozent gefallen. Die größte Belastung kommt aus China und von der dortigen raschen Verbreitung des Coronavirus. Als Folge wird eine merkliche wirtschaftliche Abschwächung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erwartet. Die Nachfrage nach Erdöl würde dadurch verringert.

Das Rohölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderstaaten haben bereits über die Entwicklung beraten. Ein Expertengremium empfiehlt eine zusätzliche Kürzung der gemeinsamen Produktion. Der Ölriese Saudi-Arabien scheint den Vorschlag zu begrüßen. Der zweite große Förderer Russland gibt sich dagegen zurückhaltend, eine Antwort der russischen Seite auf den Vorschlag steht noch aus./bgf/jha/