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DAX: Index kratzt an Rekordhochs

Das deutsche Aktienbarometer hat vor dem Hintergrund baldiger Strafzollsenkungen der Chinesen und USA und einer gestiegenen Zuversicht in der Bekämpfung des Corona-Virus im gestrigen Handel einen Satz nach oben gemacht und sich signifikant den Rekordständen aus 2018 sowie aus Mitte Januar angenähert. Zwar wurde dabei eine Kurslücke gerissen, allerdings wurde auch der kurzfristige Abwärtstrend gleichermaßen überwunden.

Eine Kurslücke (Gap) wie sie zum gestrigen Handelstag aufgetreten ist, ist per se positiv zu bewerten, wird aber irgendwann einmal geschlossen werden. Dies könnte sogar im heutigen Handelsverlauf der Fall sein, womit ein regelkonformer Rücklauf zurück auf das Ausbruchsniveau um den Schlussstand vom Mittwoch bei 13.488 Punkten vollzogen werden könnte. Anschließend wäre ein erneuter Angriff auf die Rekordstände bei 13.640 Punkten aus Mitte Januar möglich, darüber sogar ein weiterer Anstieg an rund 14.000 Punkte.

Obwohl sich europäische Konjunkturdaten nur leicht verbessert haben, gehen Marktakteure offenbar von einem deutlich stärkeren Wirtschaftsaufschwung in 2020 aus. Wie hoch dieser tatsächlich ausfällt, wird sich erst noch zeigen müssen. Negative Tendenzen für den deutschen Leitindex lassen sich bei dem vorliegenden Kaufdruck nur schwer ableiten. Für den Fall eines Kursrücksetzers unter das Niveau von mindestens 13.400 Punkten, wären Rückläufer auf 13.200 und schlussendlich auf 13.000 Zähler gut vorstellbar.

Erste Wirtschaftsdaten trafen bereits in der Nacht zum Freitag mit Japans Ausgaben privater Haushalte per Januar und den durchschnittlichen Nettoeinkommen aus Dezember ein. Auch wurde der Index der Frühindikatoren per Dezember vorgelegt, ab 8:00 Uhr geht es mit Deutschlands Handelsbilanzsaldo, Exporten sowie Erzeugung im produzierenden Gewerbe aus Dezember weiter. Um 8:45 Uhr schiebt Frankreich Zahlen zum Handelsbilanzsaldo, Industrieproduktion per Dezember und neu geschaffenen Stellen ex Agrar aus Q4 (vorläufig) nach. Um 9:30 Uhr steht der britische Halifax-Hauspreisindex aus Januar auf der Agenda, um 10:00 Uhr folgen Italiens Handelsumsätze aus Dezember.

Um 11:30 Uhr wird die russische Zentralbank über ihren Zinssatz entscheiden, ab 14:30 Uhr folgen US-amerikanische Daten zu neu geschaffenen Stellen ex Agrar aus Januar sowie der Arbeitslosenquote und durchschnittlichen Stundenlöhnen, ebenfalls aus dem abgelaufenen Monat. Quartalszahlen sind diesmal etwas weniger, bei Apple und IBM werden Dividendenabschläge in Höhe von jeweils 0,77 beziehungsweise 1,62 US-Dollar vorgenommen.

DAX (Tageschart in Punkten) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 13.600 // 13.640 // 13.655 // 13.732 // 13.773 // 13.810
Unterstützungen: 13.500 // 13.425 // 13.371 // 13.300 // 13.249 // 13.200

Interessenkonflikt

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