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Angola bekundet Interesse an deutschen Küstenschutzbooten

Luanda (Reuters) – Der angolanische Präsident Joas Manuel Lourenco hat Interesse an der Lieferung deutscher Küstenschutzboote bekundet.

Angola bekundet Interesse an deutschen KüstenschutzbootenAngola bekundet Interesse an deutschen Küstenschutzbooten

Allerdings sei dafür eine Finanzierung aus Deutschland nötig, sagte Lourenco am Freitag in Luanda nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel. “Die Ausrüstung einer Teilstreitkraft ist natürlich sehr teuer”, sagte der Präsident des ressourcenreichen Landes, das seit 2015 aber unter dem Ölpreisverfall leidet. Merkel sagte, das Thema sei zunächst bei den Unternehmen anzusiedeln. “Aber wir stehen der Sache grundsätzlich nicht ablehnend gegenüber.”

Küstenschutzboote waren schon ein Thema bei Merkels letzten Besuch in Angola 2011 gewesen. Damals waren sie Teil der sogenannten Ertüchtigungsinitiative, mit der die damalige Bundesregierung Ländern helfen wollte, sich besser selbst zu verteidigen. Angola leidet zum einen unter Drogenschmuggel aus Südamerika, der über die eigene Küste abgewickelt wird. Zudem gibt es keinen ausreichenden Schutz für die Ölanlagen vor der Küste. Der Kauf von Booten der Lürssen-Werft kam damals aber nicht zustande.

Sowohl Merkel als auch Lourenco betonten das Interesse an engeren Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Die Kanzlerin lobte den Reformkurs des Präsidenten. Lourenco verwies auf deutsche Großprojekte vor allem im Bereich der Wasserkraft, die die Stromversorgung in dem Land verbessern sollen.

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