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Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich – Zinserhöhung treibt Prager Börse an

MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) – Keinen klaren Trend hat es am Donnerstag an den großen osteuropäischen Börsen gegeben. In Prag legten Bankaktien nach einer überraschenden Zinserhöhung der tschechischen Notenbank zu und stützten damit den Leitindex PX . Verluste gab es in Moskau, wo der RTSI Index 1,35 Prozent auf 1539,42 Punkte verlor.

Der Prager PX rückte um 1,02 Prozent auf 1114,60 Punkte vor und stieg damit bereits den vierten Handelstag in Folge. Die Notenbank CNB erhöhte überraschend den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent. Es war die erste Zinserhöhung seit Mai 2019. Analysten hatten im Vorfeld erwartet, dass die Notenbank den Zinssatz unverändert lassen würde.

Profiteure waren die Aktien von Banken: So verteuerten sich Erste Group um mehr als vier Prozent und Komercni Banka um gut zwei Prozent. Geschäftsbanken können von höheren Kreditzinsen und im Anleihenhandel von höheren Leitzinsen profitieren. Papiere der Moneta Bank verloren hingegen 0,8 Prozent. Das Geldhaus hat im vergangenen Geschäftsjahr einen geringeren Nettogewinn erzielt.

In Ungarn legte der Leitindex Bux um moderate 0,25 Prozent auf 44 127,99 Punkte zu. Wie in Prag war es bereits der vierte Handelstag in Folge mit Kursgewinnen. Unterstützung gab es von den Index-Schwergewichten. Sowohl Mol mit plus 1,3 Prozent als auch MTelekom und Gedeon Richter legten mit jeweils knapp einem Prozent deutlich stärker zu als der Gesamtmarkt.

In Warschau gab der Wig-30 um 0,47 Prozent auf 2439,35 Punkte nach. Der breiter gefasste Wig sank um 0,38 Prozent auf 57 900,04 Punkte. Nach drei Gewinntagen in Folgen ging es am polnischen Aktienmarkt wieder abwärts. Im Wig-30 setzten sich die Aktien der mBank mit plus 2,2 Prozent an die Spitze. Die zum Verkauf stehende Tochter der deutschen Commerzbank übertraf mit den Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2019 die Markterwartungen./dkm/APA/bek/fba