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Wolbergs-Prozess: Ehefrau erneut als Zeugin geladen

Im zweiten Prozess um den suspendierten Regensburger OB Joachim Wolbergs muss erneut dessen Ehefrau aussagen – wie schon im im ersten Prozess. Es geht erneut um Parteispenden von Bauunternehmen im Wahlkampf 2014.

Im Regensburger Korruptionsprozess ist die Ehefrau des angeklagten und suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs als Zeugin geladen. Auch im ersten Prozess gegen ihren Mann hatte sie bereits ausführlich ausgesagt.

Sie war Kassenprüferin des SPD-Ortsvereins auf dessen Konten mutmaßlich illegale Spenden von Immobilienunternehmern vor und nach der Kommunalwahl 2014 eingegangen sind. Das Ehepaar lebt voneinander getrennt.

Parteispenden von Bauunternehmen

Neben der Ehefrau des Oberbürgermeisters sind zwei weitere Zeuginnen geladen: Eine Mitarbeiterin der Stadt Regensburg und die Prokuriostin einer Werbeagentur aus Regensburg.

Wolbergs war im Juli 2019 in zwei Fällen der Vorteilsannahme verurteilt und von sämtlichen weiteren Anklagepunkten freigesprochen worden. Im zweiten Prozess geht es ebenfalls um Parteispenden von Bauunternehmern im Wahlkampf 2014.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollten sich die Unternehmer den Oberbürgermeister gewogen machen, um bei der Vergabe von Bauprojekten berücksichtigt zu werden. Die Vorwürfe lauten auf Bestechlichkeit und Vorteilsannahme beziehungsweise Bestechung und Vorteilsgewährung. Die Angeklagten – neben Wolbergs noch zwei Bauunternehmer – weisen dies zurück.

Wolbergs tritt wieder bei Kommunalwahl an

Wolbergs tritt bei der kommenden Kommunalwahl im März erneut als OB-Kandidat an. Jedoch nicht mehr für die SPD, aus der ist er im vergangenen Sommer ausgetreten. Der 48-Jährige kandidiert für die von ihm gegründete Wählergruppe “Brücke”.