Wohnen: Zweitwohnungen in München werden künftig doppelt so viel kosten wie bisher.

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Wohnen: Zweitwohnungen in München werden künftig doppelt so viel kosten wie bisher.

Die Landeshauptstadt senkt den Steuersatz für “Theaterwohnungen”. Was die Verantwortlichen erwarten, und wie es anderswo läuft.

Münchens Zweitwohnsitze werden doppelt so teuer sein.

Abgesehen von seinen vielen Attraktionen ist München vor allem für zwei Dinge bekannt: seinen Mangel an Wohnraum. Außerdem ist der begrenzte Wohnraum sehr teuer. Zumindest eines dieser Probleme hat die Stadt in den Griff bekommen: München wird ab 2022 die Zweitwohnungssteuer um das Zweifache erhöhen.

Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Das Münchner Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat erst im Februar seinen Bericht zur Wohnungssituation 2018 und 2019 veröffentlicht – und die Ergebnisse sind düster. Der Wohnungsmarkt ist wie schon in den vergangenen Jahren angespannt, die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Als Zweitwohnsitz gilt jede Wohnung, die melderechtlich als Zweitwohnsitz angemeldet ist, unabhängig davon, ob sie nur gelegentlich genutzt oder Dritten zugänglich gemacht wird.

München hofft auf eine Erholung des Immobilienmarktes.

Laut einer Presseerklärung der Stadt München soll die Erhöhung dazu führen, dass wieder mehr Wohnraum vermietet wird. Besonders ärgerlich sind so genannte “Theaterwohnungen”, die von den Eigentümern nur zu besonderen Anlässen, etwa nach einem Besuch im Münchner Theater, genutzt werden, ansonsten aber leer stehen. “Solche Zweitwohnungen führen zu einer Verknappung von dringend benötigtem Wohnraum”, sagt Sozialreferentin Dorothee Schiwy. Sie fügt hinzu, dass die deutliche Erhöhung der Steuer die Mieter dazu veranlassen sollte, die Notwendigkeit von “Theaterwohnungen” neu zu bewerten und sie im besten Fall aufzugeben. Die durch die Corona-Pandemie verursachten Geldverluste, etwa bei der Gewerbesteuer, erforderten jedoch höhere Einnahmen.

Allerdings sind nicht alle Zweitwohnungsbesitzer von der Steuer betroffen. Wohnungen, die Verheiratete und nicht dauernd Getrennte aus beruflichen Gründen in München haben, gelten nicht als Zweitwohnsitz, wenn ihr Hauptwohnsitz außerhalb Münchens liegt. Studenten sowie alle Mieter mit einem Jahreseinkommen von weniger als 29000 Euro können aufgrund ihres geringen Einkommens eine Befreiung beantragen. Letzteres wird als Bemessungsgrundlage für Wohnungen herangezogen, für die keine oder eine unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegende Miete gezahlt wird.

Leerstehende Wohnungen und Wohnhäuser sind auch ein Problem für Tourismusgemeinden.

Im Februar 2006 führte die Landeshauptstadt eine neunprozentige Steuer auf Zweitwohnungen ein… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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