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Wintersturm bedroht Nashville mit Eis und bitterer Kälte

Ein massiver Wintersturm wird ab diesem Samstag, dem 24. Januar 2026, Middle Tennessee und Südkentucky heftig treffen. Anwohner bereiten sich auf gefährliche Wetterbedingungen vor, die den Alltag über mehrere Tage hinweg erheblich beeinträchtigen könnten. Meteorologen und staatliche Stellen haben bereits Alarm geschlagen und warnen vor einem mehrphasigen Sturm, der Schnee, Graupel, Regen und extrem kalte Temperaturen in die Region bringen wird.

Die National Weather Service hat für weite Teile von Middle Tennessee eine Wintersturm-Warnung und für mehrere Landkreise eine Eisturm-Warnung herausgegeben. Es wird mit einer Eisschicht von bis zu 0,50 Zoll und Schneemengen zwischen 8 und 23 Zentimetern gerechnet, wobei der meiste Schnee nördlich der Interstate 40 fallen wird. Der Sturm wird voraussichtlich am Samstagmorgen einsetzen, zunächst mit leichtem Schnee und Graupel. Doch schnell wird sich das Wetter verschlechtern, da gefrierender Regen und Graupel die vorherrschende Niederschlagsform werden.

Gefährliche Bedingungen erwarten die Region

Am Samstagnachmittag und -abend wird die Situation besonders gefährlich. In Middle Tennessee wird der gefrierende Regen dominieren, während im südlichen Kentucky weiterer leichter Schneefall möglich ist. Der Schneeregen wird bis in die Nacht auf Sonntag, den 25. Januar, andauern. Danach könnte kalter Regen im östlichen Teil der Region fallen und die Eisbildung abschwächen. Die letzten Niederschläge sollen jedoch bis Sonntagabend nachlassen.

Hinter dem Sturm wird eine arktische Kaltfront die Temperaturen auf gefährliche Tiefstwerte sinken lassen. In Nashville wird ein Temperaturabsturz auf bis zu -18 Grad Celsius bis Dienstag, den 27. Januar, erwartet. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt dürften bis Mittwoch anhalten, was bedeutet, dass sich Schnee und Eis bis dahin auf Straßen und Gehwegen halten werden. Besonders in Nashville und südwestlich der Stadt besteht die Gefahr von Eisansammlungen bis zu 1,25 cm, was zu umgefallenen Bäumen und Stromausfällen führen könnte.

Um sich auf den Sturm vorzubereiten, erklärte Gouverneur Bill Lee am 22. Januar den Notstand für alle 95 Bezirke des Bundesstaates. Diese Maßnahme eröffnet die Möglichkeit für staatliche und bundesstaatliche Hilfsmaßnahmen. Außerdem wurden die Tennessee Highway Patrol und die Nationalgarde mobilisiert, um bei der Unterstützung von gestrandeten Fahrern und der Bereitstellung von Notunterkünften zu helfen.

Die Nashville Department of Transportation (NDOT) hat bereits am Donnerstag, den 22. Januar, begonnen, die Straßen zu behandeln. Dafür wurde eine erweiterte Flotte von 45 Schneepflügen, 380.000 Litern Solelösung und 9.300 Tonnen Salz eingesetzt. Insgesamt deckt NDOT nun 1.000 Kilometer an Strecken ab, einschließlich neu hinzugefügter Straßen, die eine bessere Erreichbarkeit von Wohngebieten ermöglichen.

Die Metro Nashville Polizei hat ebenfalls präventive Maßnahmen ergriffen. Ab Freitag wird die Polizei große Straßen auf verlassene Fahrzeuge überprüfen, die den Einsatz von Schneepflügen und Salzstreuern behindern könnten. In Anbetracht der unsicheren Straßenbedingungen wird die Polizei die Einwohner bitten, die Fahrt so weit wie möglich zu minimieren.

Der öffentliche Nahverkehr in Nashville wird ebenfalls von den winterlichen Bedingungen betroffen sein. Die WeGo-Transportbehörde erwartet, dass Routen, die schwierige Hügel oder schwer zugängliche Straßen haben, betroffen sein könnten. Fahrgäste werden gebeten, die WeGo-Wetterwarnseite und die Transit-App für Echtzeit-Updates zu konsultieren.

Zur Unterstützung derjenigen, die Schutz suchen, stellen verschiedene Organisationen Unterkünfte und warme Mahlzeiten zur Verfügung. So bieten unter anderem „Room in the Inn“ und „Nashville Rescue Mission“ Zuflucht, letztere auch warme Mahlzeiten während des gesamten Tages. Auch die Southern Alliance for People and Animal Welfare sorgt dafür, dass Menschen und ihre Haustiere Zugang zu Lebensmitteln, tierärztlicher Betreuung und vorübergehenden Unterkünften haben.

Die Gefahr von Stromausfällen sorgt für zusätzliche Besorgnis. Die Nashville Electric Service rät den Bewohnern, sich mit Batterien und Taschenlampen einzudecken und bei einem Stromausfall mehrere Schichten Kleidung anzuziehen, um die Wärme zu bewahren. Zudem wird davor gewarnt, gefallene Stromleitungen zu berühren oder darüber zu fahren, da lebende Drähte schwere Verletzungen oder sogar den Tod verursachen können.

Die Metro Water Services warnt vor gefrorenen Rohren. Bewohner sollen ihre Wasserabsperrventile vor dem Sturm lokalisieren und Rohre isolieren, um ein Einfrieren zu verhindern. Falls ein Rohr einfriert, wird geraten, den Wasserhahn geöffnet zu lassen und sanfte Wärme anzuwenden, um das Rohr zu tauen.

Die Metro Nashville Public Schools werden über eventuelle Schulschließungen oder Verspätungen bis spätestens 5:30 Uhr an den betroffenen Tagen informieren. Wenn Schulen schließen, werden alle Betreuungs- und Freizeitangebote abgesagt. Einige Schulen bieten möglicherweise auch Notbetreuung an, wenn es für das Personal sicher ist, zur Arbeit zu fahren.

Am Flughafen Nashville wurden noch keine Änderungen im Flugbetrieb bekannt gegeben, doch Passagiere werden gebeten, zusätzliche Reisezeit einzuplanen und Flugaktualisierungen zu verfolgen.

Die Region steht vor einer schwierigen Zeit mit Schnee, Eis und extremen Kältebedingungen. Behörden und Agenturen rufen zu Vorsicht, Geduld und guter Vorbereitung auf. Während die genaue Auswirkung des Sturms noch unklar ist, bleibt eines gewiss: Middle Tennessee und Südkentucky müssen sich auf herausfordernde Tage einstellen.

Marek Steineren

Marek Steiner ist leitender Redakteur für die Kategorie Nachrichten bei Twittersmash. Er berichtet seit über sieben Jahren über aktuelle Entwicklungen in Idstein, der Region Hessen und dem Rhein-Main-Gebiet. Nach seinem Masterstudium im Bereich Journalismus und Medienkommunikation arbeitete er als Reporter und Redakteur für regionale Medien. Sein Schwerpunkt liegt auf Lokalpolitik, Infrastruktur, Digitalisierung und wirtschaftlichen Themen mit direktem Bezug zur Region.

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