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Wiederholungstäter zu Haftstrafe verurteilt nach Entführung und Missbrauch von Jungen

Ein 26-Jähriger aus Wales ist zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, nachdem er einen Jungen entführt und mehrere weitere Jugendliche sexuell belästigt hatte. Kai Giggie aus Bridgend hatte bereits eine Vorstrafe wegen sexuellen Missbrauchs eines 14-Jährigen in Aberdeen.

Entführung per Zug nach London

Das Newport Crown Court erfuhr, dass Giggie sich als Teenager ausgab, um das Vertrauen eines 12-jährigen Jungen zu gewinnen. Er kaufte dem Kind Essen und Geschenke, bevor er ihn mit dem Zug von Wales nach London und zurück brachte. Die Rückkehr erfolgte erst um 23 Uhr. Das Gericht hörte, dass das Opfer zunächst zögerte, mitzugehen, aber von Giggie unter Druck gesetzt wurde, der behauptete, die Tickets bereits bezahlt zu haben.

Neben diesem Fall belasteten ihn Taten an drei weiteren Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren. Die Staatsanwältin Martha Smith-Higgins schilderte, wie Giggie einem 13-Jährigen gegenüber vorgab, selbst ein minderjähriges Opfer von Vergewaltigung zu sein und in Pflege zu leben, um dessen Vertrauen zu missbrauchen.

Höhnisches Verhalten bei Festnahme

Körperkameras der Polizei zeigten ein auffälliges Verhalten Giggies während seiner Festnahme wegen Kindesentführung. Auf die Mitteilung, dass er verhaftet sei, antwortete er nur mit „Right. Fair enough“. Anschließend war auf den Aufnahmen zu sehen, wie er grinsend den Anfang der polizeilichen Belehrung „You do not have to say anything“ nachsprach, bevor der Beamte fortfuhr.

Das Gericht verhängte neben der Haftstrafe eine zehnjährige Sexual Harm Prevention Order (SHPO), eine spezielle Auflage zur Verhinderung weiterer Sexualstraftaten, sowie eine ebenfalls zehnjährige einstweilige Verfügung. Die Urteilsverkündung fand am Freitag, dem 30. Januar, statt.

Zu den weiteren konkreten Vorwürfen gehörte, dass Giggie seinen Kopf auf den Oberschenkel eines 14-jährigen Jungen gelegt und sich im Liegen an einen 13-Jährigen geschmiegt („spooning“) haben soll. Die wiederholten Straftaten trotz einer früheren Verurteilung wegen ähnlicher Delikte prägten das Bild des Verfahrens.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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