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WhatsApp: Sicherheitslücke in älteren Desktop-Apps

Die meisten Nutzer haben WhatsApp auf ihren Smartphones, manche verwenden den beliebten Messengerdienst aber auch auf dem Desktop. Diese Version kann allerdings lückenhaft sein und sollte dringend auf den neuesten Stand gebracht werden.

Ein Sicherheitsexperte hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke der WhatsApp-Version für Windows- und Apple-Rechner entdeckt. Diese Lücke ermöglicht es Angreifern, über eine manipulierte Nachricht auf das Dateisystem der Opfer zuzugreifen. Konkret besteht die Gefahr offenbar, wenn die WhatsApp-App auf einem Apple-iPhone mit dem Desktop-Client auf Windows oder macOS verbunden ist. Damit ein Angreifer auf den Rechner zugreifen kann, muss der Nutzer oder die Nutzerin auf die Link-Vorschau klicken. Dabei kann möglicherweise auch ein Schadcode auf den Rechner eingeschleust werden.

Prüfen ob App auf dem neueste Stand ist

Betroffen ist der Desktop-Client von Whatsapp für Mac und Windows in der Version 0.3.9309 oder älter. Die WhatsApp-Mutter Facebook hat inzwischen mit einem Update reagiert und die Lücke so angeblich geschlossen. Wer die Desktop-Version verwendet, sollte deshalb dringend nachprüfen, ob er die neuste Version installiert hat. Keine Sorgen muss sich dagegen machen, wer WhatsApp über einen Internetbrowser nutzt. WhatsApp Web, das im Browser läuft, muss nicht aktualisiert werden.

Überwachungs-Software bei WhatsApp-Telefonaten

Es ist für WhatsApp nicht die erste Sicherheits-Panne. Erst Mitte letzten Jahres war eine Lücke in der Internet-Telefonie des US-Dienstes geschlossen worden. Vorher war es möglich, Überwachungs-Software auf Smartphones von Nutzern zu installieren. Die Geräte wurden durch präparierte Anrufe infiziert. Auch damals musste das Unternehmen mit einem Update nachbessern.