Weilheim-Schongau: Wirtschaft in der Oberregion erholt sich leicht

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Weilheim-Schongau: Wirtschaft in der Oberregion erholt sich leicht

Die Industrie- und Handelskammer hat die Unternehmen zur aktuellen Situation befragt. Sie wird von 41% der Befragten positiv bewertet. Dennoch sieht jedes zweite Unternehmen eine Bedrohung für seine Expansion.

Die Wirtschaft im Oberland erholt sich allmählich.

Trotz der anhaltenden Abriegelung hat sich die wirtschaftliche Lage im Oberland leicht verbessert. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern für die Landkreise Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen ist der IHK-Konjunkturindex von 94 Punkten zu Jahresbeginn auf 105 Punkte angestiegen.

Er liegt aber immer noch weit unter dem aktuellen bayerischen Wert von 114 Punkten. Grund dafür ist laut einer Mitteilung der IHK vor allem die Tourismusbranche, die die Region prägt und aufgrund der aktuellen Pandemieeinschränkungen versucht, an Fahrt zu gewinnen.

Klage über zu wenig Vorbereitungszeit für die ersten Schritte

Trotz der Aussperrung sind die Unternehmen im Oberland wieder zufriedener mit ihrer aktuellen Situation: 41% bezeichnen ihre Situation als “gut”, während 34% sie als “schlecht” bewerten. Für die kommenden Monate sind die Unternehmen vorsichtig optimistisch: 22% erwarten ein Wachstum, 19% rechnen mit einem Rückgang. Diese vorsichtige Einschätzung der Situation könnte auf die mangelnde Vorhersehbarkeit möglicher Öffnungsmaßnahmen für die Verschlussindustrie zurückzuführen sein.

Wenn es um Investitionen geht, sind die Unternehmen ebenfalls knauserig. Nur 16 Prozent wollen mehr investieren, 15 Prozent wollen weniger und 29 Prozent wollen gar nichts investieren. Nur 9 Prozent der Befragten gaben an, dass sie neues Personal einstellen wollen, während 18 Prozent angaben, dass sie ihre Belegschaft verkleinern müssen. Gleichzeitig wächst die Sorge vor einem Fachkräftemangel. Derzeit sieht jedes zweite Unternehmen darin eine Gefahr für seine Expansion. Zu Beginn des Jahres war es noch rund ein Drittel (34 Prozent). Die schlechte Einstellungsstrategie eines Unternehmens kann demnach ein Zeichen dafür sein, dass es nicht gelingt, qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Die steigenden Energie- und Rohstoffkosten sind ein Grund zur Sorge.

Auch die steigenden Energie- und Rohstoffpreise bereiten den Unternehmen zunehmend Sorgen. Jedes dritte Unternehmen sieht darin ein Risiko. Zu Beginn des Jahres war es nur jedes vierte. Laut Peter Lingg, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen, gilt es nun, den aufkeimenden Corona-Aufschwung mit einer Wachstumsstrategie politisch zu untermauern. Niedrigere Stromtarife, wettbewerbsfähigere Steuern, eine schnelle Digitalisierung der Verwaltung sowie Investitionen in Bildung und Infrastruktur sind nur einige Beispiele. “Es gibt keine andere Möglichkeit, unternehmerischen Mut zu fördern, als dies zu tun.” Dies ist eine komprimierte Version der Daten. Lesen Sie weiter in einer anderen Meldung.

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