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VW und Ford bündeln ihre Kräfte bei fahrerlosen und Elektrofahrzeugen

Ford und Volkswagen verlängern ihr Bündnis mit einer Bindung von mehreren Milliarden Pfund an fahrerlose und elektrische Fahrzeuge.

Auf einer Pressekonferenz in New York wurden Einzelheiten zum Technologieaustausch zwischen den Autogiganten bekannt gegeben.

Im Rahmen des kostensparenden Vorhabens wird VW 2,6 Mrd. USD (2 Mrd. GBP) in Argo AI investieren, die autonome Fahrzeugtechnikfirma, die sich größtenteils im Besitz von Ford befindet und nun einen Wert von 7 Mrd. USD (5,6 Mrd. GBP) aufweist.

Die Vereinbarung ermöglicht es beiden Automobilherstellern, das Selbstfahrersystem des Unternehmens unabhängig in ihre eigenen Fahrzeuge zu integrieren.

Ford wird ab 2023 auch der erste Wettbewerber sein, der die Elektrofahrzeugtechnologie von VW in mindestens einer seiner Produktlinien einsetzen kann.

Die deutschen und US-amerikanischen Hersteller hatten bereits Pläne dazu enthüllt entwickeln gemeinsam kommerzielle Transporter und Pickups ab 2022.

Die Unternehmen sagen, dass die Allianz, bei der es nicht um gegenseitige Eigentumsverhältnisse geht, für beide Unternehmen jährliche Effizienzgewinne bringt.

Jim Hackett, President und Chief Executive von Ford, sagte: „Ford und Volkswagen sind zwar unabhängig und hart umkämpft auf dem Markt, aber die Zusammenarbeit mit Argo AI an dieser wichtigen Technologie ermöglicht es uns, unerreichte Fähigkeiten, Größenordnungen und geografische Reichweite zu erreichen.

"Die Erschließung der Synergien in einer Reihe von Bereichen ermöglicht es uns, die Kraft unserer globalen Allianz in dieser Ära intelligenter Fahrzeuge für eine intelligente Welt zu demonstrieren."

VW-Chef Dr. Herbert Diess sagte: "Unsere weltweite Allianz zeigt sich zunehmend vielversprechend, und wir werden uns weiterhin mit anderen Bereichen befassen, in denen wir zusammenarbeiten könnten."

Er wies darauf hin, dass die gemeinsame Nutzung der Elektrotechnik seines Unternehmens dazu beitragen würde, die Entwicklungskosten für emissionsfreie Fahrzeuge zu senken und eine breitere und schnellere weltweite Übernahme zu ermöglichen.

VW war nach dem sogenannten Dieselgate-Skandal auf diesen Bereich fokussiert, der Europas größten Autohersteller mehr als 30 Mrd. USD (23,5 Mrd. GBP) gekostet hat.

Dr. Diess sagte über die Kooperation: "Dies verbessert die Position beider Unternehmen durch eine höhere Kapitaleffizienz, weiteres Wachstum und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit."

Technologiefirmen und traditionelle Autohersteller sind im Wettlauf um die Führung in Bezug auf autonome Technologie – und mehrere Partnerschaften wurden bereits abgeschlossen, um die Kosten zu verteilen.

Dazu gehören die Zusammenarbeit von Honda mit General Motors und die Zusammenarbeit von Google mit Toyota.

Das Rennen findet vor dem Hintergrund mehrerer Belastungen statt, darunter das Vorgehen gegen umweltschädlichen Diesel, der Handelskrieg zwischen den USA und China und die weitere Verlangsamung der Weltwirtschaft, die sich alle auf den Umsatz auswirken.

In Großbritannien, wo Ford 13.000 Mitarbeiter beschäftigt und zwei Motorenwerke hat, hat der Verkauf und der künftige Handel ebenfalls die Unsicherheit über den Brexit beseitigt.