Veterinär warnt vor giftigem Süßstoff Xylitol in Hundefutter
Ein Tierarzt und TV-Experte hat Hundebesitzer vor einem versteckten Gift in scheinbar harmlosen Lebensmitteln gewarnt. Der künstliche Süßstoff Xylitol, für Menschen unbedenklich, kann bei Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels führen und Leberschäden verursachen.
Sofort zum Tierarzt
Dr. James Greenwood betonte in einer Instagram-Mitteilung die Dringlichkeit: „Es handelt sich um ein weniger bekanntes Toxin“, so der praktizierende Tierarzt. „Wenn Sie wissen, dass Ihr Hund auch nur eine kleine Menge davon gegessen hat, bringen Sie ihn so schnell wie möglich zum Tierarzt.“ Die Einnahme erfordere eine Notfallbehandlung – Zögern sei gefährlich.
Die Symptome einer Vergiftung können bereits 30 Minuten nach dem Verzehr auftreten. Dazu gehören Erbrechen, Schwäche, Zittern, Krampfanfälle und ein Kollaps. Die Ursache liegt darin, dass die Bauchspeicheldrüse des Hundes Xylitol mit echtem Zucker verwechselt und massiv Insulin ausschüttet, was den Blutzuckerspiegel abstürzen lässt.
Xylitol ist ein verbreiteter Zuckerersatz, der laut Experten der Harvard Health in vielen zuckerfreien Kaugummis, Süßigkeiten, Backwaren und Diabetiker-Produkten vorkommt. Auch in manchen Zahnpasten und Mundwassern ist der Stoff enthalten.
Vorsicht bei Erdnussbutter und Co.
Eine besondere Gefahrenquelle ist Erdnussbutter, die oft als Leckerli für Hunde verwendet wird. Besitzer sollten die Zutatenliste genau prüfen, da Xylitol dort auch als „Birkenzucker“, „Birkenrindenextrakt“ oder „Holzzucker“ deklariert sein kann. Greenwood riet, generell zu speziellen Hundeprodukten zu greifen, um das Risiko zu minimieren.
Der natürliche Süßstoff wird aus bestimmten Bäumen oder der Pflanzenfaser Xylan gewonnen und schmeckt etwa so süß wie Haushaltszucker, hat aber nur etwa die Hälfte der Kalorien.
Die zentrale Botschaft der Warnung lautet: Frühes Eingreifen ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Halter sollten bei Verdacht auf Xylitol-Aufnahme keine Zeit verlieren und ihr Tier umgehend in eine tierärztliche Praxis bringen.