Verwirrung über Kopfverletzung bei Noah Donohoe: Zeugenaussage widerspricht Polizeitheorie
Im Rahmen der laufenden Untersuchung zum Tod von Noah Donohoe, der 2020 im Alter von 14 Jahren tot in einem Regenabfluss in Belfast aufgefunden wurde, kam es zu neuen und widersprüchlichen Zeugenaussagen. Eine Frau, die Noah am Abend seines Verschwindens stürzen sah, stellte klar, dass sie keine Kopfverletzung bei ihm bemerkt hatte, was im Widerspruch zu einer früheren Polizeitheorie steht.
Zeugenaussage widerspricht Polizeihypothese
Amanda Seenan, die als Augenzeugin eine zentrale Rolle im Fall spielt, berichtete vor dem Gericht, dass sie den Sturz von Noah Donohoe am 21. Juni 2020 auf der North Queen Street beobachtete. Sie beschrieb den Vorfall als „nicht leicht“, gab jedoch an, dass Noah sofort wieder aufgestanden sei und weiterradelt habe. „Er sprang ziemlich schnell wieder auf und fuhr weiter“, sagte sie.
Ein wichtiger Punkt in dieser Zeugenaussage ist, dass Seenan keinerlei Anzeichen einer Kopfverletzung bei Noah wahrnahm. Dies steht im Gegensatz zu einer späteren Polizeierklärung, die darauf hinwies, dass der Sturz möglicherweise eine Kopfverletzung zur Folge gehabt habe. „Ich war etwas verwirrt, woher diese Theorie kam“, erklärte Seenan, „denn ich habe nie gesagt, dass er sich am Kopf verletzt hat.“
Die Polizei hatte ursprünglich vermutet, dass Noah bei seinem Sturz eine Kopfverletzung erlitten haben könnte, basierend auf den Aussagen von Seenan. Doch Seenan bestreitet, jemals eine solche Behauptung gemacht zu haben. Sie war enttäuscht, dass diese Theorie in einem offiziellen Polizeidokument erwähnt wurde, obwohl sie nie einen Kopfaufprall gesehen hatte.
Weitere Zeugenaussagen werfen Licht auf die letzten Momente von Noah
Weitere Zeugenaussagen zeichnen ein widersprüchliches Bild von Noahs Zustand vor seinem Verschwinden. Sinead Quinn berichtete, sie habe Noah beim Aufheben seines Fahrrads gesehen, ohne jedoch den Sturz selbst zu beobachten. Sie stellte fest, dass er „verwirrt“ wirkte und auf das von ihm zurückgelassene Jackett nicht reagierte. Auch Nathan Montgomery, der Noah auf der Straße sah, beschrieb den Jungen als unsteady (unsicher auf den Beinen), was ihn dazu veranlasste, langsamer zu fahren, um den Jungen nicht zu gefährden.
Der Fall Donohoe bleibt auch nach fast sechs Jahren ein ungelöstes Rätsel. Die Zeugenaussagen aus der Inquesteinsitzung werfen neue Fragen auf und widersprechen teilweise den ursprünglichen Annahmen der Polizei, was zu weiteren Spekulationen und Verwirrung führt. Das Gericht untersucht weiterhin die letzten Minuten von Noah Donohoe, der auf seiner Fahrt nach Cavehill verschwand und sechs Tage später tot aufgefunden wurde.
Die Untersuchung geht weiter und wird weitere Zeugenaussagen zu den letzten Momenten von Noah aufgreifen. Der Fall bleibt ein trauriges und undurchschaubares Ereignis, das die Familie und die Gemeinschaft weiterhin beschäftigt.