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USA töten Chef von Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel

Die USA haben im Jemen den mächtigen Terroristen al-Rimi getötet. Er leitete die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Auf ihn war eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar ausgesetzt. US-Präsident Trump gab den Angriffsbefehl.

Die USA haben bei einer Operation im Jemen den Anführer des dortigen Ablegers des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Der Angriff auf Kassim al-Rimi sei auf Befehl von US-Präsident Trump erfolgt, erklärte das Weiße Haus. Al-Rimi stand seit Juni 2015 an der Spitze der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Al-Qaeda in the Arabian Peninsula/AQAP). Auch sein Vorgänger wurde bei dem US-Drohnenangriff im Jemen laut Weißem Haus getötet.

Trump: USA sind nun sicherer

Trump selbst erklärte, nach dessen Tod seien die USA und deren Verbündeten nun sicherer als zuvor. Wann der Einsatz gegen al-Rimi ausgeführt wurde, sagte er nicht. Auch Details zur Operation blieben zunächst offen. Trump sagte indes, durch die Tötung des Terroristen werde dessen Organisation “weiter geschwächt”. Dadurch rücke ein Ende der Bedrohung durch AQAP und das globale Al-Kaida-Netzwerk näher.

Laut Weißem Haus arbeitete Al-Rimi in Afghanistan einst auch für Osama bin Laden, den früheren und 2011 in Pakistan getöteten Al-Kaida-Anführer. Unter al-Rimi habe AQAP zudem “skrupellose Gewalt” an Zivilisten im Jemen verübt. Und die Gruppe habe versucht, zahlreiche Angriffe gegen die Vereinigten Staaten und ihre Streitkräfte durchzuführen.

AQAP: Der wohl gefährlichste Ableger von Al-Kaida

Al-Rimi galt als Gründer der Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Der Ableger wird seit langem als der gefährlichste Arm des Terrornetzwerks angesehen, da er unter anderem auch Anschläge auf Ziele im Westen geplant haben soll. Erst kürzlich hatte al-Rimi in einer Videobotschaft im Namen seiner Gruppe die Verantwortung für eine Schusswaffenattacke auf dem US-Fliegerstützpunkt in Pensacola im Dezember übernommen; hier hatte ein saudischer Flugschüler drei US-Matrosen getötet.

Millionenschwere Belohnung ausgesetzt

Auf den Terroristen war eine Belohnung in Höhe von bis zu zehn Millionen US-Dollar ausgesetzt. Die US-Behörden bringen ihn mit zahlreichen Anschlägen in Verbindung. Dazu zählt auch der Angriff auf die US-Botschaft im Jemen 2008.