Unterallgäu: Damit der Kiebitz eine Chance hat, im Unterallgäu zu überleben.

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Unterallgäu: Damit der Kiebitz eine Chance hat, im Unterallgäu zu überleben.

Damit die wenigen Tiere, die im Unterallgäu überleben, nicht aussterben, gibt es ein “Zuchtmanagement”. Wie Landwirte dabei eine Rolle spielen können.

Damit der Kiebitz auch im Unterallgäu eine Chance hat.

Wenn man an Wiesenbrüter denkt, denkt man in der Regel an Vögel, die auf Wiesen brüten. Ursprünglich brütete diese Vogelart bevorzugt auf Feuchtwiesen oder Streuwiesen in Mooren. Dort müssen auch offene Landabschnitte vorhanden sein, sowie feuchter und weicher Boden. Dadurch wird die Nahrungssuche erleichtert. Der Kiebitz ist wohl der bekannteste Wiesenbrüter. In Bayern ist sein Bestand jedoch stark rückläufig. Auch im Unterallgäu gibt es nur noch etwa 40 bis 50 Brutpaare des Kiebitzes. Deshalb kümmert sich der Landschaftspflegeverband (LPV) des Landkreises um das einzigartige Brutplatzmanagement.

Kiebitze haben auch in der Landwirtschaft eine Perspektive.

Der Rückgang ist auf den Verlust von Grünland- und Feuchtlebensräumen als Folge von landwirtschaftlicher Rationalisierung und Strukturwandel zurückzuführen. Die Landwirtschaft biete aber gerade für den Kiebitz Perspektiven, heißt es in einer Stellungnahme des LPV. Da es nur noch wenige ideale Feuchtwiesen mit feuchten Senken und offenem Grünland gibt, brütet er vor allem in Maisfeldern. Dort wiederum ist der Kiebitz erheblichen Gefahren ausgesetzt. So kann die Maisaussaat im Frühjahr bei entsprechender Feldvorbereitung dazu führen, dass Nester zerstört oder aufgegeben werden. Auf den Feldern sind die Nester und Eier gut versteckt und schwer zu entdecken. Selbst danach besteht die Möglichkeit, dass weitere Arbeiten wie Eggen oder Spritzen die Nester beschädigen. In dieser Situation sind Landwirte mit einem wachen Auge und großem Engagement gefragt. Um Landwirte beim Schutz von Wiesenbrütern zu unterstützen, wurde 2015 von der Regierung von Schwaben in Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnern das Biodiversitätsprojekt “Wiesenbrütermanagement Schwaben” initiiert.

Auch Unterallgäuer Vogelbeobachter sind Teil des Teams.

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Unterallgäu ist für das Brutplatzmanagement zuständig. Einige Ornithologen mit Ortskenntnis sind ebenfalls im Team. In Zusammenarbeit mit Landwirten werden geeignete Managementmaßnahmen durchgeführt, um dem Kiebitz das Brüten zu erleichtern. So wird zum Beispiel auf einigen Feldern der Mais später, ab Ende Mai, ausgesät. Damit soll sichergestellt werden, dass der Kiebitz einen ununterbrochenen Brutzyklus…. Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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